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Neue Düngeverordnung: Kontrollen ab August

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Setzen Landwirtschaft und Gartenbau die Regelungen der neuen Düngeverordnung um? Das wollen die zuständigen Behörden jetzt überprüfen und haben entsprechende Kontrollen ab August angekündigt.

Mit der neuen Düngeverordnung gelten bestimmte Sperrzeiten für das Ausbringen von Düngemitteln. Foto: Pixabay

Mit Inkrafttreten der neuen Düngeverordnung am 2. Juni gelten für die Düngung von Acker- oder Wiesenflächen neue Vorschriften. So sind Landwirte beispielsweise jetzt verpflichtet, zum Schutz vor Überdüngung den Stickstoffbedarf vor jeder Düngung möglichst exakt zu berechnen und ihre Kalkulation jederzeit mittels detaillierter Aufzeichnungen nachzuweisen.

Neue Düngeverordnung bringt Sperrzeiten für Düngemittel

Außerdem sind die Perioden, in denen keine stickstoffhaltigen Düngemittel ausgebracht werden dürfen, jetzt länger. Ausnahmen gibt es für bestimmte Feldfrüchte wie Raps oder Wintergerste, die nach der Aussaat im Herbst dringend stickstoffhaltigen Dünger benötigen. Auch für Mist und Kompost gibt es seit Inkrafttreten der neuen Düngeverordnung Sperrzeiten.

Darüber hinaus gelten jetzt unter anderem größere Abstände für die Stickstoff- und Phosphatdüngung in der Nähe von Gewässern und es gibt bundeseinheitliche Vorgaben für die Lagerung von flüssigen oder festen Gärrückständen von Biogasanlagen, flüssigen Wirtschaftsdüngern sowie Festmist und Kompost.

Verstoß gegen neue Düngeverordnung: Kürzung der Beihilfen droht

Die Einhaltung der aller neuen Düngeverordnungsregeln in den Betrieben wollen die zuständigen Behörden nach Aussage der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) ab August kontrollieren. Landwirte, die gegen die Vorschriften verstoßen, riskieren demnach eine Kürzung ihrer Beihilfen.