Grüne Branche

Neue Messe in Berlin: Premiere für „Gartenträume“

Seit nahezu 20 Jahren verbucht die Publikumsmesse „Gartenträume“ bundesweit Erfolge und verfügt an ihren mittlerweile elf Standorten, darunter einer in Österreich, über treue, regionale Fan-Gemeinden, die den Veranstaltungsterminen im Frühjahr jeweils mit Spannung entgegensehen.

Von aktuellen Garten-Trends, Neuheiten in den Bereichen Pflanze, Technik, Zubehör, Outdoor-Living und Accessoires sowie Möglichkeiten zum unmittelbaren Austausch mit Fachleuten, nützlichen Tipps zum richtigen – auch ökologischen – Gärtnern und dem Angebot von Workshops im Bereich Floristik lassen sich alljährlich viele Besucher begeistern.

2013 hatte die Messe „Gartenträume“ ihren ersten Auftritt in den denkmalgeschützten Hallen der „Station Berlin“ am Berliner Gleisdreieck. Über 20.000 Besucher waren der Einladung der Veranstalter gefolgt und genossen angesichts trüben Winterwetters erste Frühlingsimpressionen im geschützten Ambiente.

Unter dem diesjährigen Motto „Nachhaltig gärtnern: Naturgärten und Ökotrends“ präsentierten einige der insgesamt 80 Aussteller verschiedene ökologische Gartenideen, wobei sich insbesondere die „Essbare Wand“ des gleichnamigen niederländischen Unternehmens EetbareWand als Publikumsmagnet erwies. Der aus recycelten PET-Flaschen gefertigte und im System der Hydrokultur bewässerte vertikale Garten wurde bereits auf der Floriade 2012 vorgestellt und bietet die Möglichkeit der Selbstversorgung mit frischen Kräutern, essbaren Blumen und eigenem Gemüse auf kleinstem Raum.

Auf das Interesse der Messebesucher stießen darüber hinaus Gehölze mit einer Eignung als Bienenweide sowie botanische Besonderheiten, wie zum Beispiel der Himalaya Karamell Strauch (Leycesteria formosa) oder auch heimische, fast vergessene Pflanzen, wie Quitten oder heimische Wildstauden. Die Wiederverwendung von Materialien im Garten war ebenfalls ein Thema, zu dem vermehrt Informationen eingeholt wurden.

Jede Gartenmesse lebt von ihren Mustergärten, und so zeigten auch in Berlin regionale Garten- und Landschaftsbauer ihr Können in Gestaltungsbeispielen, die Besuchern zahlreiche Inspirationen boten. Sowohl Gestaltungen mit (Natur-) Stein als auch Anlagen mit Solitär-Gehölzen, besonderen Bepflanzungen und einzigartigen Wasserelementen sowie attraktive Terrassen oder Outdoor-Küchen wurden vorgestellt.

Auf der Azubi-Baustelle des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Berlin und Brandenburg (FGL) konnten Besucher hautnah miterleben, wie junge GaLaBauer Schritt für Schritt kleine Modellgärten gestalten und auf kreative Weise Nachhaltigkeit im Garten verankern. Nach Information von Rita Kaiser, Geschäftsführerin des FGL Berlin/Brandenburg, beteiligten sich die Ausbildungsbetriebe Roland Riedel Garten- und Landschaftsbau (Berlin), Flöter & Uszkureit Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (Berlin) sowie Reinhold Fehmer Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (Falkensee) mit Unterstützung von Fördermitgliedern des FGL an der Gestaltung des Messestandes.

Die Schaubaustelle fand bei den Messebesuchern regen Anklang, wobei die Auszubildenden fachliche Fragen aus dem Publikum engagiert beantworteten. Kaiser sieht in der Messebeteiligung einen attraktiven Baustein der intensiven Nachwuchswerbung, die vom Berufsstand seit vielen Jahren mit Engagement betrieben wird. Weitere fünf Mitgliedsbetriebe des FGL waren mit eigenen Ausstellungsständen vertreten. Wegen der guten Resonanz beim Publikum wurde von allen ein positives Resümee gezogen, und schon während der Messe diskutierten die Beteiligten über Planungen für das nächste Jahr. (ks)