Grüne Branche

Neue PCR-Töpfe: gestaltet nach Richtlinie „Design4Recycling“

, erstellt von

Mit seinen zu 100 Prozent recyclingfähigen Pflanztöpfen aus PCR hat Pöppelmann einen vollständig geschlossenen Materialkreislauf realisiert. Bei deren Entwicklung hat das Unternehmen die „Design4Recycling“-Richtlinien des Dualen Systems Deutschland einbezogen. Die TASPO fragte bei Pöppelmann nach, was es damit auf sich hat.

Die neuen Töpfe bestehen aus 100 Prozent Recycling-Kunststoff und orientieren sich an den „Design4Recycling“-Prinzipen. Foto: Pöppelmann Teku

Was ist der Hintergrund dieser Richtlinie?

Um einen geschlossenen Wertstoffkreislauf zu gewährleisten, sind Produkte erforderlich, die nach Gebrauch zu 100 Prozent recycelt werden können. Dazu muss sich das Material in den Anlagen der Sortierer herausfiltern und komplett technisch aufbereiten lassen. Bei der Verarbeitung von recycelten Kunststoffen müssen Hindernisse, wie beispielsweise Einschränkungen von Fließfähigkeit, Farbauswahl oder mechanischen Eigenschaften der daraus hergestellten Produkte, überwunden werden.

Schon bei der Gestaltung eines Produkts ist also in Bezug auf Material, Farbgebung sowie Einsatz von Etiketten und Verschlusslösungen die Kreislauffähigkeit mit zu berücksichtigen. Dafür stellt das Duale System Deutschland den Online-Guide „Design4Recycling“ zur Verfügung.

Wie erfolgt die Sortierung beim Recycling aufgrund der Signalfarbe „Recycling blue“?

Dem Mono-Recyclingmaterial werden zur Herstellung der Töpfe lediglich Additive und Farbe hinzugefügt. Anstatt der für diese Produkte herkömmlichen Farben Schwarz oder Ton werden sie in der Signalfarbe „Recycling blue“ gefertigt. Diese orientiert sich ebenfalls an den Guidelines „Design4Recycling“.

Ihr praktischer Nutzen: Der Werkstoff lässt sich in der Abfallsortierung einfach und sicher identifizieren, um für die Wiederverarbeitung bereitzustehen. Ein Etikett besitzen diese Töpfe nicht. Die Teku-Produkte in der Farbe „Recycling blue“ sind „carbon free“ beziehungsweise rußfrei. Dadurch ist die NIR-Erkennung in den Sortieranlagen gewährleistet.

Welche Kriterien kommen bei Töpfen für die Recyclingfähigkeit noch zum Tragen?

Mit dem Pflanztopf beteiligt sich Pöppelmann aktiv daran, die Wiederverwertungsquote von Kunststoff aus dem Verpackungsabfall zu erhöhen und unterstützt damit die Ziele der EU-Kunststoffstrategie. Diese sieht eine Begrenzung von Einwegkunststoffen vor und strebt an, bis 2030 nur noch recyclingfähige Kunststoffverpackungen auf dem EU-Markt zuzulassen.

Weitere Pluspunkte, die ebenfalls für mehr Nachhaltigkeit sorgen, sind der Einsatz des effizienten Inline-Thermoform-Verfahrens auf modernsten, besonders energiesparenden Maschinen sowie eine kundennahe Fertigung, die ausschließlich in Deutschland stattfindet und damit lange Transportwege vermeidet.