Grüne Branche

Neue Sortiermaschine für Obstunterlagen und Eintrieber

Für viel Interesse sorgte auf der Internationalen Pflanzen Messe (IPM) 2008 in Essen eine Sortiermaschine, die das Consortium Deutscher Baumschulen (CDB) vorstellte. Verarbeiten kann sie nicht nur Obstunterlagen, wofür sie entwickelt wurde, sondern beispielsweise auch unverzweigte Laubholz- oder Forstpflanzensämlinge. Jeder, der möchte, könne sie auch erwerben, war am Stand des CDB zu der Eigenentwicklung zu vernehmen. Sie werde frei vertrieben.

Das CDB ist eine Vereinigung verschiedener Baumschulen und vor allem als Lizenzvertretung verschiedener Obstunterlagen, darunter die schwachwachsenden Kirschenunterlagen GiSelA bekannt.

Inzwischen ist der "ESM 1" genannte Prototyp laut Geschäftsführer Claus Hildebrand bereits mehrere Wochen mit Erfolg eingesetzt worden, und Veränderungen gebe es nur noch bei Kleinigkeiten.

Die ESM 1 ist rund neun Meter lang und je nach Längensortierung zwei bis drei Meter breit. Zum Sortieren werden die Pflanzen in Greiferschalen gelegt, die sich über die Länge der Maschine entlang bewegen und dann umgelenkt auf der Unterseite zurückkehren. Die von einem sich umklappenden Bügel festgehaltenen Pflanzen wandern dabei am Wendepunkt an einer Kamera vorbei, die sie unterstützt durch eine Laserlichtquelle nach Dicke und Länge vermisst und auch die Pflanzen zählt. Die Steuerung veranlasst dann das Fallenlassen der Pflanzen in die betreffenden Fächer für die jeweiligen Sortiergrößen, die unter der Maschine zu finden sind. Lampen leuchten auf, wenn in diesen Fächern die voreingestellte Pflanzenzahl für das Bündeln erreicht ist.

Die Leistung liegt laut Hildebrandt bei fünf Personen bei rund 3.500 Stück je Stunde bei drei oder vier verscheidenen Sortierungen mit Nebenarbeiten und vorheriges Aussortieren krummer oder nicht verkaufsfähiger Pflanzen.