Grüne Branche

Neue Sortimente: wie Neudorff die Nische Naturgarten nutzt

„Der Druck nimmt zu und wir haben beschlossen, uns stärker zu differenzieren. Der Naturgarten ist unsere Nische“, sagt Karl-Heinz Dautz, Geschäftsführer der Firma Neudorff (Emmerthal). Und so kommt es, dass der Anbieter umweltfreundlicher Pflanzenschutzmittel neue Wege betritt: Mit zwei völlig neuen Sortimenten verspricht das Traditionsunternehmen zur Saison 2015 „wilde Freude mit heimischen Samenmischungen“ – darunter Wildblumen und -kräuter. 

„WildgärtnerGenuss“ aus dem Balkonkasten – hier grünt und blüht die Saatgutmischung „Essbare Blüten“. Fotos: Linneweh/Neudorff

„Wir wollen damit eine Zielgruppe ansprechen, die eher weiblich ist – trendbewusst und konsumfreudig. Sie mag das Gärtnern, doch scheut den Aufwand. Ist genussorientiert, doch besteht eher aus Hobbyköchen als aus Feinschmeckern. Öko ist angesagt – aber nicht vegan. Es geht ums Entspannen. Darum, etwas Eigenes anzubauen, zu erleben wie es wächst und gedeiht. Und das möglichst unkompliziert“, so die zuständige Produktmanagerin von Neudorff Anja Böttner.

Unter dem Markennamen „WildgärtnerFreude“ sind vier verschiedene Mischungen – abgestimmt auf jeweils eine Nützlingsgruppe – für die Aussaat im Garten vereinigt. Bis zu 33 ein- und zweijährige Sorten, mehrjährige Arten sowie langlebige Wildstauden – alle mit Ursprung in Deutschland – sind enthalten und auch mit botanischen Namen auf der jeweiligen Packung vertreten.

Schon im ersten Jahr sollen die Einjährigen für eine gut gefüllte Fläche sorgen. Die Zwei- und Mehrjährigen keimen im ersten und blühen im Folgejahr, die teils enthaltenen Wildstauden sollen die Fläche langfristig bedecken. Die Faltschachteln enthalten jeweils Saatgut für etwa zehn Quadratmeter Fläche, die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) liegt bei 7,49 Euro. (jl)

Welche neuen Samenmischungen es noch geben wird und wie Neudorff diese entwickelt hat, lesen Sie in der aktuellen TASPO 36/14.