Grüne Branche

Neue Studie: Kaufkräftige Konsumenten brechen weg – die Branche muss handeln

Das Kaufverhalten bei Blumen und Pflanzen hat sich in den vergangenen 30 Jahren stark gewandelt: Immer weniger Menschen kaufen Blumen und Pflanzen. Das belegt eine neue wissenschaftliche Studie über die Einstellungen der Konsumenten zu Zierpflanzen. Die letzte Untersuchung zu diesem Thema wurde 1984 von Dr. Marianne Altmann veröffentlicht. Der Langzeitvergleich der beiden Untersuchungen zeigt diese dramatische Veränderung.

Der „Pflanzenpfleger“ gibt immer weniger Geld für sein Hobby aus. Foto:dgm

Die Schieflage in der Altersstruktur der Käufer ist aus den AMI-Auswertungen und den alltäglichen Beobachtungen bekannt. Der Langzeitvergleich der Altersstruktur der Käufer spiegelt die heutige Situation drastisch wider. Die Konsumenten „vergreisen“. Die Konsumfreudigsten waren früher 45 Jahre alt, bei Schnittblumen mit 35 Jahren sogar noch jünger. Heute konzentriert sich der Verkauf von Blumen und Pflanzen auf die Generation 50plus.

Wichtig: Die Intensivkäufer von früher haben ihre Einstellungen und ihr Verhalten beim Älterwerden beibehalten. Wenn die heute in jungen Jahren geprägten Einstellungen zukünftig unverändert in das Älterwerden dieser Generation übernommen werden, muss in den nächsten Jahren mit einem starken Nachfragerückgang gerechnet werden.

Der Anteil an den Ausgaben, der für Geschenke aufgewendet wird, hat sich im Langzeitvergleich verringert (für Schnittblumengeschenke um zehn Prozent, für Topfpflanzengeschenke um sechs Prozent). Heute fließen die Ausgaben stärker in Käufe für sich selbst. 55 Prozent der Schnittblumenausgaben und 56 Prozent der Topfpflanzenausgaben entfallen auf den Eigenbedarf.

Mehr Informationen über die Studie und zur Typologie von Zierpflanzenkäufern erhalten Sie in unserer aktuellen TASPO Ausgabe 02/2013. (ts/ma)