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Neue Studie zu klimafreundlicher Ernährung

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In einer neuen Studie werden Wege aufgezeigt, wie eine klimafreundliche Ernährung in der Zukunft aussehen könnte. Darin aufgezeigt werden Einsparungspotentiale von Treibhausgasemissionen durch geringeren Fleischkonsum, Bio-Produkte sowie eine regionale und gesunde Ernährung.

Die Studie zeigt Wege zu einer klimafreundlichen Ernährung auf. Foto: Yaroslav Shuraev/ Pexels

Bis zu 70 Prozent weniger Treibhausgase

Die vorliegende Studie wurde vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) durchgeführt und von der Umweltschutzorganisation Greenpeace und der österreichischen Bio-Marke Ja! Natürlich in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse kommen zu dem klaren Ergebnis, dass ein reduzierter Fleischkonsum bis hin zu einer komplett veganen Ernährung bis zu 70 Prozent der Treibhausgase eingespart werden können. Bereits die Umstellung einer gegenwärtigen Durchschnittsernährung auf eine gesunde und fleischreduzierte Kost birgt das Potential, 28 Prozent der Treibhausgase einzusparen. Bei einer rein vegetarischen Ernährung liege das Einsparpotential bereits bei 47 Prozent. Die vollen 70 Prozent erreiche laut Studienergebnissen eine vegane Ernährung im Vergleich zur aktuellen durchschnittlichen Ernährung.

Bioernährung schont das Klima

Für die Studie wurden zudem die Treibhausgasemissionen von Produkten aus biologischer, konventioneller sowie regionaler Produktion berechnet. Aus den Ergebnissen geht hervor, dass konventionelle Produkte, selbst wenn sie aus regionaler Produktion stammen, eine schlechtere Klimabilanz aufweisen als die Produkte in Bio-Qualität. Durchschnittlich schneidet die ökologische Produktion rund 25 Prozent besser ab, als die konventionelle. Stammen diese Bio-Produkte zudem aus regionalem Anbau, verbessert sich dieser Wert sogar auf 31 Prozent. „Klimafreundliche Ernährung bedeutet vor allem die Reduktion des Fleischkonsums und der Lebensmittelabfälle sowie der verstärkte Konsum von Biolebensmittel bzw. eine Bioernährung. Der Biolandbau bewirtschaftet die Flächen deutlich klimafreundlicher und nachhaltiger, was zentral ist für eine dauerhafte und krisenrobuste Lebensmittelversorgung. Dies muss in enger Verbindung mit einem nachhaltigen und gesunden Ernährungsstil stehen“, erklärt Studienautor Thomas Lindenthal vom FiBL.

Ernährungsbeispiel einer vierköpfigen Familie

Doch nicht nur die Unterschiede zwischen konventionellem, regionalem und ökologischem Anbau werden in Relation zur Klimaentwicklung gestellt, die Studie zeigt daneben auch Lösungswege auf. „Wenn eine vierköpfige Familie ihren Fleischkonsum auf ein gesundes Maß reduziert, lebt sie nicht nur gesünder – sie kann auch den Bio-Anteil ihrer Ernährung um 70 Prozent steigern – und das ohne Mehrkosten. Die Familie könnte dadurch 38 Prozent der verursachten Treibhausgase einsparen”, erklärt Greenpeace-Landwirtschaftsexpertin Natalie Lehner.

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