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Neue Urnengemeinschaftsanlage auf kirchlichem Friedhof Straubing

Auf dem Friedhof St. Michael in Straubing entstanden in den letzten Monaten fünf neue Urnen-Gemeinschaftsanlagen für Paare und Einzelpersonen. Die fünfte, vorerst letzte Anlage wurde am 25. März eröffnet. Das Interesse ist groß: die Flächen sind zum Teil bereits bis zur Hälfte belegt, ein Feld ist komplett belegt und reserviert. Die Verwaltung denkt nach eigenen Angaben über weitere ähnliche Projekte nach.

Anlage „Schiff“: Beigesetzt werden die Urnen direkt vor den jeweiligen Grabsteinen. Die Ruhefrist beträgt zwölf Jahre. Foto: Friedhof St. Michael

Um frei gewordene Grabflächen sinnvoll zu nutzen, hatte die Friedhofsverwaltung Steinmetzbetriebe gebeten, Entwürfe mit religiösem Hintergrund für die Anlagen anzufertigen. Die Kirchenverwaltung als Träger des Friedhofs genehmigte folgende fünf Vorschläge:

 

  • „Betenden Hände“: 34 Urnengräber für Einzelpersonen inmitten eines Rondells umgeben von einem „Rosen-Kranz“, Beisetzung erfolgt im mit Rindenmulch gefüllten Innenkreis.
  • „Blätter“: 28 Urnengräber für Paare. Jedes Paar teilt sich ein Blatt, das auf einem Kiesbett liegt. Beisetzung links und rechts in den bepflanzten Flächen. 
  • „Schiff“: 40 Urnengräber für Einzelpersonen und Paare. 
  • „Schmetterling“: 60 Urnengräber für Einzelpersonen oder Paare. Beisetzung im Feld vor dem Denkmal.
  • „Tor zum Leben“: 22 Urnengräber für Paare. Beisetzung vor dem jeweiligen Urnengrabstein.

„Der Clou ist, dass die Steinmetzbetriebe erst entlohnt werden, wenn eine Bestattung in der von ihnen konzipierten Anlage stattgefunden hat, um lieblos in den Friedhof geklatschte ,Katalogware aus Fernost’ zu verhindern“, so Christian Greisinger, Friedhofsverwalter in Straubing. „Ein herzliches Dankeschön gilt den badischen Friedhofsgärtnern unter Matthias Kocher, die mit ihren wertvollen Tipps und Anregungen viel zum Gelingen dieser Gemeinschaftsanlagen beigetragen haben.“ Die Grabpflege übernimmt bei jeder Gemeinschaftsanlage eine andere Gärtnerei. Eigene Bepflanzung ist nicht erlaubt, nur zu Beisetzungen darf Grabschmuck abgelegt werden. Weitere Infos und Fotos von der Entstehung unter www.friedhof-straubing.de .fk/rh