Grüne Branche

Neue Vermarktungsebene: Rosensträuße direkt vom Produzenten per Online-Handel

Zu den bekannten Schnittrosenproduzenten im süddeutschen Raum zählt die Gärtnerei Peter Schwarzkopf mit Sitz in Fellbach (bei Stuttgart). Sohn Patrick Schwarzkopf schließt in diesem Jahr seine Ausbildung zum Gartenbautechniker an der Staatsschule für Gartenbau Hohenheim ab. Im Zusammenhang mit seiner Technikerarbeit beschäftigte er sich mit dem Online-Handel und den möglichen Wegen der Umsetzung, bezogen auf die elterliche Gärtnerei. 

So präsentiert sich der Marktstand der Fellbacher Schnittrosengärtnerei Schwarzkopf auf dem Stuttgarter Marktplatz. Foto: Edgar Gugenhan

Die 1987 als Gemüsebaubetrieb gegründete Gärtnerei in Fellbach baut seit dem Jahr 1992 Schnittrosen im Freiland an. Der Betrieb wurde dann weitgehend auf die Produktion von Schnittrosen umgestellt. 2010 hat Schwarzkopf die Gemüseproduktion aufgegeben.

Heute werden bei Schwarzkopf über 150 Rosensorten kultiviert und als Schnittware verkauft. Der Absatz erfolgt derzeit ausschließlich an Endverbraucher, und zwar zum einen im eigenen Betrieb, zum anderen auf acht Wochenmärkten in Fellbach und Umgebung. Es geht hierbei um Rosen-Bundware aus einer Sorte sowie um gebundene Sträuße in bunten Mischungen.

Patrick Schwarzkopf berichtete in Hohenheim bei der Vorstellung seiner Technikerarbeit über die augenblickliche Situation und das Ziel, eine neue Vermarktungsebene zu schaffen. Damit sollen auch solche Kunden Schnittrosen von Schwarzkopf erhalten, die bisher keine Möglichkeit hatten, direkt im Unternehmen oder auf den Wochenmärkten einzukaufen.

Er befasste sich schon seit einiger Zeit mit der Möglichkeit des Verkaufs über einen Online-Shop, wo der Kunde Rosensträuße direkt vom Produzenten beziehen kann. Damit geht es auch um die Frage, wie sich ein solcher Online-Handel preiswert einrichten lässt.

Zunächst, so die Anmerkung Schwarzkopfs, wird die Software ausgewählt, womit dann die jeweiligen Produkte auf den Computer, aufgeladen werden können. Das Speicherkontingent im Internet muss groß genug sein, damit der Anbieter – in diesem Fall die Gärtnerei Schwarzkopf – alle notwendigen Daten bereit stellen kann. Besonders wichtig ist dabei die Internet-Präsentationsfläche, die vom jeweiligen Benutzer hochgeladen wird und so eine gegenseitige Kommunikation zwischen Kunde und Anbieter ermöglicht. Zur Erstellung der Website können IT-Firmen als Helfer herangezogen werden, die auch den Auftrag zur weiteren Pflege der Website übernehmen.

Verschiedene Möglichkeiten bieten sich an, wobei auch sogenannte Open-Source-Lösungen möglich sind. Hierbei wird Software kostenfrei aus dem Internet heruntergeladen. Diese Möglichkeit will wohl auch Patrick Schwarzkopf künftig nutzen.

Ein Thema in diesem Zusammenhang sind natürlich auch die verschiedenen Bezahlungsarten für bestellte und ausgelieferte Ware. Möglich sind Vorkasse und die Verwendung von Kreditkarten sowie das Online-Banking. Einige andere Möglichkeiten wurden ebenfalls erwähnt, wobei sich Patrick Schwarzkopf aber möglichst auf den Verkauf über Kreditkarten einstellen möchte.

Eine weitere Frage war, auf welche Weise der Versand der bestellten Ware erfolgen soll. Hier wird sich Schwarzkopf voraussichtlich auf einen Versand via DHL einstellen. Hier besteht die Möglichkeit, Pakete von Postbediensteten abholen zu lassen, wobei die Kosten abhängig von der Warenmenge sind.

Abschließend erwähnte Patrick Schwarzkopf, dass im elterlichen Betrieb der Absatz von Rosensträußen via online im Verlauf der nächsten sechs Monate in die Tat umgesetzt werden soll. (gug)