Grüne Branche

Neuer Ausbildungsverbund gestartet

Zum 1. September haben die ersten 15 Azubis der Ausbildungsgenossenschaft für Dienstleistungsgärtner Baden e.G. ihre Ausbildung zum Friedhofsgärtner begonnen. Sie erwartet im neuen Verbund zwischen der Ausbildungsgenossenschaft und den Ausbildungsbetrieben vor Ort ein umfangreiches und praxisnahes Programm mit dem Ziel der bestmöglichen Qualifikation für ihre anschließende Berufslaufbahn im badischen Friedhofsgartenbau. 

Herzlich willkommen im badischen Friedhofsgartenbau: Die ersten 15 Auszubildenden der Ausbildungsgenossenschaft für Dienstleistungsgärtner Baden e.G. gemeinsam mit ihren Ausbildern. Foto: ADB

Am 9. September fand im Haus des badischen Gartenbaues in Karlsruhe die Auftaktveranstaltung zur neuen Verbundausbildung statt.

Eingeladen dazu hatte die Ausbildungsgenossenschaft für Dienstleistungsgärtner Baden e.G. in Zusammenarbeit mit der zuständigen Stelle des Landratsamtes Bruchsal und dem Regierungspräsidium Karlsruhe. Unter dem Motto „Ausbildung Hand in Hand – von Anfang an!“ konnten sich die Nachwuchskräfte und die Vertreter der jeweiligen Ausbildungsbetriebe im Rahmen dieser Start-Veranstaltung über die Inhalte und Bestandteile der neuen Verbundausbildung im badischen Friedhofsgartenbau informieren. Hierbei ging es um die speziellen Anforderungen der Ausbildung ebenso wie um die zukünftigen Chancen der Auszubildenden.

Ziel des neuen Ausbildungsverbundes ist es, wie die TASPO bereits am Freitag berichtete, das Ausbildungspotenzial der badischen Friedhofsgärtnereien zu bündeln und zu stärken. Dafür wurde die Ausbildungsgenossenschaft für Dienstleistungsgärtner Baden e.G. gegründet. Ihr gehören bislang 23 Friedhofsgärtnereien aus Baden an. Im Verbund übernimmt die Ausbildungsgenossenschaft unterschiedliche Aufgaben und unterstützt somit die Friedhofsgärtnereien bei der praktischen Ausbildung der Nachwuchskräfte, die weiterhin in den jeweiligen Betrieben vor Ort erfolgt. Dazu zählen beispielsweise die zentrale Lohnabrechnung, die Durchführung zusätzlicher Schulungen zur Vertiefung einzelner Schwerpunkte oder zu verschiedenen fachspezifischen Themen, die in der regulären Ausbildung kaum oder nicht behandelt werden – darunter die Dauergrabpflege oder die Zusammenarbeit mit kommunalen Friedhofsträgern.

Die Ausbildungsgenossenschaft kümmert sich außerdem um die künftige Nachwuchswerbung und ist Ansprechpartner für die regionalen Arbeitsagenturen sowohl bei der allgemeinen Berufsinformation als auch bei der Vermittlung freier Stellen. Die Auszubildenden erhalten darüber hinaus eine einheitliche, übertarifliche Vergütung und werden – auf Wunsch – mit Arbeitskleidung ausgestattet.

„Junge Menschen erhalten bei uns eine solide Ausbildung und eine gute berufliche Perspektive. Mit gut ausgebildeten Nachwuchskräften sind wir für die Zukunft bestens gewappnet“, so der Vorsitzende der Ausbildungsgenossenschaft, Christof Hilligardt. Nach abgeschlossener Ausbildung würde eine zukunftssichere Branche mit Wachstumspotenzial auf die jungen Friedhofsgärtner warten. Beleg dafür seien die jährlich steigenden Auftragszahlen im Bereich der Dauergrabpflege oder der Friedhofsrahmenpflege sowie die Schaffung von immer mehr gärtnergepflegten Bestattungsformen auf badischen Friedhöfen. „Bis hin zur Übernahme oder Neugründung einer Friedhofsgärtnerei ist für unsere Auszubildenden alles möglich“, so Hilligardt.

Weitere Informationen zur Ausbildungsgenossenschaft für Dienstleistungsgärtner Baden e.G. sowie zur Ausbildung im badischen Friedhofsgartenbau gibt es unter www.dienstleistungsgaertner.de oder unter www.facebook.de/dienstleistungsgaertner. (ts/bfg)