Grüne Branche

Neuer Leitfaden: Den passenden Ort für die letzte Ruhe finden

Im Trauerfall sehen sich Hinterbliebene mit immer mehr Grabangeboten konfrontiert. Haben sich die Verstorbenen nicht schon zu Lebzeiten entschieden, fällt die Wahl besonders schwer. Wichtig ist, die entscheidenden Fragen frühzeitig zu klären. Der Aeternitas-Leitfaden „Die Wahl der Grabstätte“ zeigt in kompakter Form, welche Fragen berücksichtigt werden sollten.

Hilfe bei der Wahl der passenden Grabstätte will ein neuer Leitfaden der Verbraucherinitiative Aeternitas geben. Foto: Aeternitas

Nach der grundlegenden Entscheidung für eine Erd- oder Feuerbestattung stellt sich die Frage nach einer Grabstelle. Aeternitas empfiehlt, möglichst früh im Kreis der Familie grundlegende Aspekte zu klären. Dazu zählen unter anderem die Wünsche der Verstorbenen, die Bedürfnisse der Hinterbliebenen oder die Frage, wer die Grabpflege übernehmen kann und will. Darüber hinaus ist es hilfreich, sich mögliche Grabplätze im Vorfeld in natura oder wenigstens auf Bildern anzuschauen.

„Auch über mögliche Gestaltungsvorschriften und die Höhe der Kosten sollten Betroffene sich unbedingt informieren, bevor sie sich für eine Grabstätte entscheiden“, rät der Aeternitas-Vorsitzende Christoph Keldenich. Gerade bei der Frage der Grabgestaltung kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Grabnutzern und Friedhofsverwaltungen.

Das Angebot an verschiedenen Grabformen hat sich in den letzten Jahren enorm erweitert. Immer mehr Friedhöfe fächern ihr Angebot weiter auf, zum Beispiel mit Rasengräbern, Baumgräbern, parkähnlichen Gemeinschaftsgrabanlagen oder Urnenwänden. Dazu steigt die Zahl der Bestattungswälder außerhalb klassischer Friedhöfe seit Jahren rapide an. Selbst Kirchen werden zunehmend als Bestattungsplätze für Urnen genutzt. Seebestattungen auf Nord- und Ostsee oder das Verstreuen der Asche in der freien Natur (nur im Ausland möglich) rücken als weitere Alternativen verstärkt in das Bewusstsein der Menschen.

Angesichts der wachsenden Vielfalt fühlen sich viele Menschen jedoch auch überfordert und schlecht informiert, was zu einer vorschnellen und falschen Wahl führen kann. Nicht selten vermissen Angehörige im Nachhinein den Besuch am Grab der Eltern, weil diese sich aus falscher Rücksichtnahme für eine anonyme Grabstelle entschieden haben. In anderen Fällen überfordert Hinterbliebene die jahrzehntelange, aufwändige Pflege eines Grabes, das möglicherweise aus Unkenntnis der Angebotsvielfalt erworben wurde.

Idealerweise setzen sich Familien zusammen, bevor ein Todesfall eingetreten ist. So erfahren die Jüngeren von den Wünschen der älteren Generation, die voraussichtlich früher sterben wird. Gleichzeitig werden Bestattungswünsche im Austausch untereinander häufig klarer. Aber auch im akuten Trauerfall bleibt genügend Zeit, um sich auf das Gespräch mit dem Bestatter und der Friedhofsverwaltung vorzubereiten.

Der Aeternitas-Leitfaden „Die Wahl der Grabstätte“ zeigt in kompakter Form, welche Fragen berücksichtigt werden sollten. Schritt für Schritt kann so jeder die passende Grabstelle finden. Dabei helfen Ankreuzlisten mit den wichtigsten Fragen und praktischen Hinweisen, ein Schaubild mit der Grabwahl Schritt für Schritt und ein kleines Lexikon der Grabformen. Den Leitfaden „Die Wahl der Grabstätte“ stellt Aeternitas im Internet zum kostenlosen Download bereit. (vs)