Grüne Branche

Neuer Tarif für Floristen in Westdeutschland

, erstellt von

Für die Beschäftigten in der Floristik haben sich Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite in der zweiten Verhandlungsrunde auf einen neuen Lohntarifvertrag geeinigt. Der gilt allerdings nur in den „alten“ Bundesländern.

Für Floristen im Westen Deutschlands gilt ein neuer Lohntarifvertrag. Foto: julia_lazarova/Fotolia

Wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mitteilt, haben die Tarifpartner „nach ausführlichen und intensiven Verhandlungen“ beschlossen, die Vergütung für die Beschäftigten in Floristik-Fachbetrieben, Blumen und Kranzbindereien in Westdeutschland in der Ecklohngruppe A3 zum 1. Juli um 3,6 Prozent zu erhöhen.

Floristik-Azubis im Westen bekommen ebenfalls mehr Geld

Gleiches gilt für die Besitzstandswahrung aus den Überleitungstarifverträgen, während sich die Bezahlung der übrigen Lohngruppen am festgelegten Prozentgitter orientiert. Nach Aussage des Fachverbands Deutscher Floristen (FDF) steigen die Entgelte der Floristen in den „alten“ Bundesländern damit – bezogen auf die gesamte Laufzeit des Tarifvertrags – um moderate 2,7 Prozent. „Damit ist es der Arbeitgeberseite gelungen, im Rahmen ihres Tarifmandats erfolgreich abzuschließen“, so der FDF. Die Ausbildungsvergütungen steigen ebenfalls – pro Ausbildungsjahr um 35 Euro im Monat.

Der neu geschlossene Lohntarifvertrag West läuft vom 1. Januar dieses Jahres bis zum 31. Dezember 2018. Rückwirkende Entgeltnachzahlungen oder Einmalzahlungen sind nicht vorgesehen, sodass sich die Löhne und Gehälter in der Floristik erst ab 1. Juli 2017 erhöhen.

Kein Tarifergebnis für Floristen in den neuen Bundesländern

Ohne Ergebnis blieben hingegen die Verhandlungen für die Floristen in den sogenannten neuen Bundesländern. Zwar hatten die Tarif-Experten des FDF im Hinblick auf die angestrebte Ost-West-Angleichung einen Tarifvorschlag mit zwölfmonatiger Laufzeit vorgelegt. Die IG BAU wies das Angebot der Arbeitgeberseite, die Entgelte in der Ecklohngruppe A3 im Osten um 0,20 Euro pro Stunde anzuheben, allerdings als „völlig unzureichend“ zurück.

Mit der Aufforderung, neue akzeptable Angebote seitens der Arbeitgebervertreter vorzulegen, vertagten die Tarifparteien die weiteren Entgeltverhandlungen für die Floristen in Ostdeutschland auf August.