Grüne Branche

Neuer Thrips-Vorfall an russischer Grenze

Schließt Russland bald wieder seine Grenze für niederländische Blumen? Der russische Inspektionsdienst hat an der Grenze erneut eine Lieferung beschlagnahmt, weil Thripse an den betreffenden Pflanzen festgestellt wurden. Die niederländische FachpresseVakblad voor de Bloemisterij vom 20. Mai 2005 wies darauf hin. Die Folgen seien noch nicht absehbar. Angesichts des neuerlichen Falls heißt es, das mit den Russen vereinbarte System funktioniere offenbar nicht optimal. Bisher gebe es aber noch keine Hinweise auf eine erneute Grenzschließung. Russland hatte gerade erst am 12. Mai 2005 die Einfuhr von Pflanzen und pflanzlichen Erzeugnissen deutschen Ursprungs, für die ein Pflanzengesundheitszeugnis im grenzüberschreitenden Handel Pflicht ist, wieder zugelassen. Der Leiter des Föderalen veterinären und phytosanitären Aufsichtsdienstes in Moskau, Sergej Dankwert, erließ eine entsprechende Anweisung an die russischen Kontrollstellen, nachdem von deutscher Seite 100 Musterexemplare der neuen fälschungssicheren Pflanzengesundheits-Zeugnisse übermittelt wurden. Zuvor hatte Dankwert die Mitteilung von Staatssekretär Alexander Müller vom Bundeslandwirtschaftsministerium dementiert, wonach Russland seine Grenzen für die betreffenden Produkte wie vereinbart zum 1. Mai geöffnet habe. Vielmehr war von russischer Seite ungeachtet des unterzeichneten Memorandums mitgeteilt worden, dass seither zwar „de jure“, nicht aber „de facto“ Lieferungen aus Deutschland möglich seien.