Grüne Branche

Neues Online-Portal blumenstrauss.de: Konkurrenz für Fleurop?

Über 100 Fachhändler der grünen Branche nutzen den von der Ekaflor gemeinsam mit blumenstrauss.de initierten Online-Shop. Der Nürnberger Einkaufsverbund Ekaflor hatte sich mit der Nürnberger blumenstrauss.de Web GmbH eine Partnerfirma gesucht, die es Floristen und Gärtnereien ermöglicht, einen eigenen Online-Shop mit einer Bestellmöglichkeit rund um die Uhr in einem Online-Portal zu präsentieren. 

Großflächenplakat zum Online-Shop blumenstrauss.de Foto: Ekaflor

Die Fachhändler haben jetzt ihre Visitenkarte mit Bild und Informationen über ihre Betriebe im Portal stehen und können Blumensträuße im Internet verkaufen. Sie werden von dort aus auch auf ihre Homepage – soweit vorhanden – verlinkt und umgekehrt.

Sowohl Ekaflor-Mitglieder (Jahresgebühr 150 Euro) als auch Nichtmitglieder (Jahresgebühr 180 Euro) können sich beteiligen. Das Fachgeschäft wird im Portal über PLZ, Ort oder den Namen des Betriebes gefunden. Zwölf Sträuße, die ständig aktualisiert werden, können bestellt werden, außerdem Gutscheine. Zwei Besonderheiten sind der „Wunschstrauß“ (hier kann der Kunde sich seine Blumen mit zwei Tagen Vorlauf wünschen) und der „Mach mir was Schönes“-Strauß (hier überlässt der Kunde die Kreation des Straußes zu bestimmten Anlässen dem Fachgeschäft).

„Wir hätten gar nicht gedacht, dass der „Mach mir was Schönes“-Strauß so gut ankommt. Er wird relativ häufig bestellt. Das zeigt, dass die Kunden sich gezielt ihre Fachgeschäfte aussuchen und von ihrer Kompetenz profitieren wollen“, berichtet Margit Gössmann, Geschäftsführerin von blumenstrauss.de. Die Vermittlungsgebühr pro bestelltem Strauß bei blumenstrauss.de beträgt zehn Prozent des Umsatzes und sei für die Fachgeschäfte gewinnbringend. Bestandteil ist ein Marketing-Starterpaket sowie Kalkulationen zum Materialbedarf der einzelnen Sträuße.

Ein „Strauß des Monats“ wird sowohl im Internet als auch Fachgeschäft angeboten. Ein A1 Plakat, das man vor dem Geschäft aufstellen oder im Laden bei den Fertigsträußen aufhängen kann, weist auf ihn hin. Dadurch findet der Kunde den Strauß, den er sich im Internet ausgesucht hat, auch im Geschäft vor Ort wieder. Durch die Vorgaben werde verhindert, dass zusätzliche, nicht berechnete Ware eingebunden wird.

Blumenstrauss.de ist erst seit Mai 2012 online, habe aber bereits einen hohen Bekanntheitsgrad im Netz erreicht. „Beim Stichwort Blumenstrauß stehen wir bei Google bereits sehr weit oben, gleich hinter der Fleurop“, weiß Margit Gössmann. Die Fachhandelsgeschäfte punkten mit der Aussage, dass ihre Blumensträuße vom Floristen in der Nähe geliefert werden und nicht in Kartons quer durch die Republik geschickt werden. „Wir bekommen auch verhältnismäßig viele Aufträge, die im Fachgeschäft abgeholt werden“, sagt Gössmann. „Bisher konnte der Verbraucher nicht direkt bei seinem Floristen bestellen.“

Die Aufträge steigen, gerade auch bei den Geschäften, die Werbung für ihren Internetshop gemacht haben. „Hier kommen auch mehr und neue Kunden ins Geschäft.“ Gerade die Verbindung von stationärem Handel und Online-Bestellung sei das entscheidende Plus, das der Kunde suche. „Er weiß, von wem sein Strauß kommt und kann das Geschäft auch selbst aufsuchen. Wenn er keine Zeit hat, bestellt er per Internet.“ (ts)