Grüne Branche

Neurather Gärtner gründen neue Vertriebsgesellschaft

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Die Neurather Gärtner haben sich neu aufgestellt und nicht nur die Vitarom GmbH gegründet, sondern auch mit Labinot Elshani, einen neuen Mitgesellschafter aufgenommen. Elshani war bis Juli 2020 Landgard Vorstand und dort für die Sparte Obst und Gemüse zuständig.

Die Neurather Gärtner produzieren Tomaten für die Region. Jetzt haben sie eine neue Vertriebsgesellschaft gegründet. Foto: Neurather Gärtner

Neurather Gärtner starten 2011 mit Gewächshaus-Tomaten-Produktion

2011 waren die Neurather Gärtner ein viel beachtetes Projekt, als vier niederrheinische Gärtner im großen Stil mit ihrer Gewächshaus-Tomaten-Produktion auf elf Hektar Fläche starteten und für die regionale Produktion Abwärme des nahegelegenen Kraftwerkes Grevenbroich-Neurath nutzten. Die Entwicklungen in Neurath standen nicht still. Bereits 2015 wurde die Tomaten-Produktion auf über 16 Hektar erweitert. Einher ging die schrittweise Installation einer LED-Hybrid-Beleuchtung, als Pilotprojekt in Deutschland, um eine ganzjährige, regionale Versorgung für ihre Kunden zu gewährleisten.

Eine regionale Vermarktung war den Neurather Gärtnern von Anfang an wichtig, welche bisher in Kooperation mit der Erzeugergenossenschaft Landgard an den Lebensmitteleinzelhandel, vorwiegend in Nordrhein-Westfalen, geht. Seit 2016 haben die Neurather Gärtner durch die Übernahme eines weiteren Betriebs in Hemmingstedt in der Nähe von Heide die Möglichkeit, die regionale Produktion – dort sind es Tomaten und Paprika auf zwölf Hektar Fläche – regional in Schleswig-Holstein und Hamburg zu vermarkten.

Mit Landgard laufen Gespräche über weitere Zusammenarbeit

Aufgrund der veränderten Gesellschafterstruktur laufen aktuell Gespräche mit den Neurather Gärtnern über die zukünftige Form der Zusammenarbeit zwischen der Erzeugergenossenschaft Landgard und den Neurather Gärtnern, teilte der Vorstand der Landgard eG in einem internen Schreiben mit, das der TASPO vorliegt. Karl Voges, Vorstandsmitglied der Landgard eG, erklärte in dem Schreiben, dass sich die Situation für Landgard sehr klar darstellt. Die Zusammenarbeit mit den Neurather Gärtnern sei durch deren Mitgliedschaft in der Landgard eG vertraglich geregelt. Auf dieser Basis strebe Landgard eine Fortsetzung der bisherigen Zusammenarbeit an. Als Erzeugergenossenschaft werde Landgard alle mit dieser vertraglichen Vereinbarung verbundenen Leistungen erfüllen. Dabei fühle sich Landgard insbesondere auch den bestehenden Lieferzusagen an den Handel für die Produkte der Neurather Gärtner verpflichtet. „Eigene vertriebliche Aktivitäten der Neurather Gärtner parallel zur bestehenden Mitgliedschaft in der Landgard eG schließen wir aus“, wird Voges in dem Schreiben zitiert.

Große Handelskunden wollen strategische Zusammenarbeit mit Landgard fortsetzen

Die Mitgliedschaft in der Landgard eG sei mit vielen Vorteilen verbunden. „Neben der Vermarktung über alle relevanten Absatzkanäle wie Frischmarkt und Industriegeschäft, der bundesweiten Frachtlogistik und planbaren Zahlungseingängen unabhängig von den deutlich längeren Zahlungszielen der Kunden sind dabei auch Themen wie die Abstimmung wichtiger rechtlicher Vorgaben durch Landgard, die Bereitstellung von IT-Lösungen sowie die Unterstützung bei Zertifizierungen und GMO-Förderungen zu nennen“, so Voges. Große Handelskunden hätten dabei bereits zugesagt, die strategische Zusammenarbeit mit Landgard weiterhin fortzusetzen.

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