Grüne Branche

Niederlande: Anzahl der Freilandbetriebe sackt unter 10.000er-Marke

Die Anzahl der Gartenbaubetriebe, die im Freiland produzieren, ist in den Niederlanden unter die 10.000er-Marke gesackt. Nach den Daten des zentralen Statistikamtes CBS lag die Zahl der Gartenbaubetriebe Ende 2014 bei 9.799. Zum Vergleich waren es im Vorjahr noch 10.109 und im Jahr 2000 sogar 16.588 Betriebe. 

Die Zahl der niederländischen Freiland-Betriebe ist 2014 unter die 10.000er-Marke gesunken. Foto: Gabriele Friedrich

Amtliche Statistik: Alle Sparten verlieren in den Niederlanden Betriebe

Alle Sparten haben Betriebe verloren, außer der Obstbau, der leicht zulegen konnte. Die größte Gruppe sind die Baumschulen und Staudenbetriebe mit 3.074 Betrieben, 75 weniger als im Vorjahr. Freilandgemüse produzierten 2.713 und damit 58 Betriebe weniger. Im Obstbau waren es 2.343 und damit 85 Betriebe mehr. Zierpflanzenbetriebe im Freiland zählten noch 1.227, also 97 Betriebe weniger als im Jahr davor. Bei den Blumenzwiebelbetrieben waren Ende 2014 noch 1.516 aktiv, 15 weniger als im Vorjahr.

Obwohl die Anzahl der Betriebe abnimmt, stieg die bewirtschaftete Fläche weiter an, von 86.360 auf 87.100 Hektar, meldet das Statistikamt. Die Baumschulen legten gering von 17.015 auf 17.068 Hektar zu, der Obstbau von 19.061 auf 19.183 Hektar. Der Anbau von Blumenzwiebeln weitete sich mit 300 Hektar weiter aus auf 23.590 Hektar. Und der Gemüsebau im Freiland von 24.086 auf 24.556 Hektar.

 

Anzahl der Unterglas-Betriebe sinkt in den Niederlanden ebenfalls

Die Anzahl der Unterglas-Betriebe nahm um fast 400 ab auf 4.415. Im Jahr 2000 waren es noch 11.070 Betriebe. Die Unterglasflächen gingen im vergangenen Jahr um mehr als 320 auf 9.488 Hektar zurück. Allein im Zierpflanzenanbau unter Glas gingen die Flächen um rund 250 auf jetzt 4.138 Hektar zurück. Im Gemüsebau sind es jetzt rund 4.833 Hektar, im Vorjahr waren es 4.886. Den größten Anteil haben Tomaten mit 1.780 Hektar, sie legten um rund zehn Hektar zu. Und Paprika kommt auf 1.163 Hektar, was einem Rückgang um rund 80 Hektar entspricht. (fri)