Grüne Branche

Niederlande: „Kalter Krieg“ der Vermarkter

Die Auseinandersetzungen zwischen den beiden niederländischen Blumen- und Zierpflanzen-Vermarktern FloraHolland und Plantion haben sich zugespitzt: Mit einer Einstweiligen Verfügung will Plantion erreichen, dass FloraHolland die im Februar 2012 erfolgte Kündigung des seit vielen Jahren bestehenden und bewährten Kooperationsvertrages („Zusammenarbeits-Übereinkunft“) zurücknimmt. 

In der Auseinandersetzung zwischen Plantion und FloraHolland sind jetzt auch Gerichte gefragt. Foto: Screenshot www.plantion.nl

Plantion begründet diesen Antrag mit wettbewerbsrechtlichen Aspekten. Ohne den Kooperationsvertrag habe die relativ kleine Plantion (Umsatz 2011: 114 Millionen Euro) keine Chancen auf eine weitere Entwicklung als unabhängiges, selbstständiges Unternehmen. Ein maßgeblicher Teil der Mitglieder von Plantion sei wirtschaftlich darauf angewiesen, außer bei Plantion auch über die weitaus größere FloraHolland absetzen zu können.

Andererseits wäre es für viele Mitglieder von FloraHolland wichtig, Plantion und deren Markt in Ede als zusätzliche Handelsplattform verfügbar zu haben. Marktführer FloraHolland (Umsatz 2011: 4,1 Milliarden Euro) will eine Fusion der beiden Vermarktungsorganisationen erreichen und geht davon aus, keine Regeln verletzt zu haben. (eh)