NL: Pflanzenhandel reagiert auf Greenpeace-Studie

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Mehr Bienenschutz durch reduzierten Neonicotinoid-Einsatz. Foto: hb

Wie der Newsletter von „De Boomkwekerij“ am 13. November 2014 meldete, wollen die niederländische Gartencenterkette Intratuin und das Pflanzenhandelsunternehmen Royal Lemkes Maßnahmen zum Schutz von Bienen ergreifen. Das sei eine Reaktion auf die Greenpeace-Studie, in der im vergangenen Frühjahr als bienengefährlich angesehene Insektizid-Rückstände auf Zierpflanzen angeprangert worden waren.

Innerhalb von sechs Jahren sollen alle bei Intratuin angebotenen Pflanzen frei von Rückständen von neun Insektizidwirkstoffen aus der Gruppe der Neonicotinoide sein. Um das zu erreichen, fordert Intratuin seine Lieferanten auf, widerstandsfähigere Pflanzensorten zu kultivieren und kündigte an, von einem unabhängigen Labor Rückstandsuntersuchungen durchführen zu lassen. Bis in sechs Jahren sollen zwei Drittel des Pflanzensortiments „nachhaltig“ angezogen werden.

Royal Lemkes holt bei seinen Pflanzenlieferanten zunächst Auskunft über die bei ihnen eingesetzten Pflanzenschutzmittel ein. Ziel sei eine Verbesserung der Nachhaltigkeit der Produktion. Firmenvertreter wiesen darauf hin, dass es auch für die Pflanzenproduzenten günstig sei, wenn mit den Abnehmern statt über den Preis über die Nachhaltigkeit der Produkte verhandelt werde.

Im Übrigen müsse man sich bewusst machen, dass nicht allein die Behörden darüber entscheiden, welche Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden sollen, sondern auch die Kunden.
hb/db




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