Grüne Branche

Norden prüft weitere Kooperationen

Der Gartenbauverband Nord will die Kooperation mit den Gartenbau-Landesverbänden Nordwest und Hannover ausbauen und Szenarien möglicher Zusammenschlüsse prüfen. Dieser Beschluss fiel auf der Vertreterversammlung des Verbandes. Außerdem hat der Verband als einer der ersten im Gartenbau ein eigenes Leitbild beschlossen. Laut Geschäftsführer Dr. Frank Schoppa ist der Beschluss zum Thema Kooperationen als Mahnung an den Verband zu verstehen, nicht nur in den eigenen Kreisen zu denken und bei möglichen Kooperationen auch die Schwesterverbände in Niedersachsen, die sich gegenseitig ohnehin auf Annäherungskurs befinden, nicht aus dem Auge zu verlieren. Denn es gelte für den Verband, in die Zukunft zu schauen und dabei darauf zu achten, dass die Mitgliedsbeiträge auch bei abnehmender Zahl an Betrieben im Rahmen bleiben. Eine Kooperation des Verbandes gibt es bereits mit dem Landesverband Baumschulen Schleswig-Holstein, mit dem man sich den Geschäftsführer teilt. Die Frage um weitere Kooperationen in der Zukunft steht in engem Zusammenhang mit der ebenfalls auf der Verbandstagung beschlossenen erstmaligen Beitragserhöhung seit dem Jahr 2003, die die Verbandstätigkeit nachhaltig sichern soll. Vorausgegangen war dieser Entscheidung eine intensive Diskussion, in der es nicht nur um die Finanzierung der Geschäftsstelle ging, sondern auch um die eigentlichen Aufgaben des Verbandes. Sowohl zur inneren Orientierung als auch zur Darstellung nach draußen dient das neue Leitbild des Gartenbauverbandes Nord. Laut Schoppa wurde dabei versucht, "in fünf Sätzen darzustellen, wer wir eigentlich sind". Während der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) bereits im Jahr 2005 sein grünes Profil in einem berufsständischen Leitbild festgeschrieben hatte, ist der Gartenbauverband Nord damit ein Vorreiter für den übrigen Gartenbaubereich. Von den fünf, teilweise eher allgemein anmutenden Leitsätzen hebt Schoppa zwei besonders hervor, die "so noch nicht gefasst wurden". Dies sei zum einen das klare Bekenntnis zu einem geschlossenen Gartenbau über alle gartenbaulichen Fachsparten hinweg: Zierpflanzen inklusive Stauden, Baumschule, Obst, Gemüse, Friedhofsgärtner sowie den Garten- und Landschaftsbau. Anders als auf Bundesebene arbeite man regional mit dem BGL gut zusammen.