Grüne Branche

Nordrhein-Westfalen plant eigene Friedhöfe für Muslime ab 2013

Muslimische Vereine sollen ab 2013 eigene Friedhöfe in Nordrhein-Westfalen betreiben dürfen, meldet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung am 29. Juni 2012 auf www.derwesten.de. Kommunen sollen muslimischen Vereinen einen Friedhof genehmigen können, wenn die Religionsgemeinschaft den dauerhaften Betrieb sicherstellen kann. Das sehe ein Gesetzentwurf der rot-grünen Landesregierung vor, der in Kürze in die Verbändeanhörung gehe. Anschließend wird der Landtag beraten, heißt es weiter. Bis zum Frühjahr 2013 soll es dann in NRW ein neues Bestattungsgesetz geben.

Ministerin Barbara Steffens (Grüne) wolle den Muslimen eine nach dem Brauchtum ausgerichtete Bestattung aus einer Hand erleichtern und sich für eine bessere Qualität der Leichenschau einsetzen. Viele Muslime lassen sich noch heute in ihren Herkunftsländern bestatten. Künftig könnten sich mehr muslimische Bürger in NRW in Grabstätten in der Nähe ihrer Kinder und Enkelkinder bestatten lassen, sagte Steffens. Bisher gibt es in NRW keine Friedhöfe in muslimischer Trägerschaft.
Zudem sollen Kommunen künftig das Aufstellen von Grabsteinen aus Kinderarbeit in der Satzung untersagen können. Ministerin Steffens reagiert mit der Novelle auf den Wunsch der Kirchen, Grabsteine aus Kinderarbeit zu verbieten. fk