Grüne Branche

NRW: Betriebe investierten kräftig in Energieeffizienz

Mit Hilfe einer intensiven Beratung durch die Landwirtschaftskammer NRW und einem Förderprogramm des Bundes konnten in Nordrhein-Westfalen im letzten Jahr rund 15 Millionen Euro in neue energieeffiziente Technik zur Erzeugung von Strom und Wärme investiert werden.

Darauf verweist das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz im Zusammenhang mit einem Besuch von Minister Johannes Remmel im Gartenbaubetrieb Schönges in Korschenbroich.

„Ich bin sehr froh, dass so viele sinnvolle Maßnahmen in den Gartenbau-Betrieben zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Senkung der CO2-Emissionen umgesetzt werden konnten“, erklärte Remmel beim Besuch des Gartenbau-Unternehmens. „Die Gartenbaubranche in Nordrhein-Westfalen ist einer der wichtigsten Arbeitgeber vor allem im ländlichen Raum.

Investitionen in neue energiesparende Techniken reduzieren langfristig nicht nur Kosten für Strom und Wärme, sondern können in Zukunft auch ein wichtiger Wettbewerbsvorteil sein, um Arbeitsplätze zu sichern“, sagte der Minister.

Im Gartenbaubetrieb Schönges in Korschenbroich werden seit 2012 auf knapp 7.000 Quadratmetern Zierpflanzen in einem Niedrigenergiegewächshaus kultiviert. Hinzu kommen eine neue Holzpelletanlage für die Wärmeerzeugung und eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung.

Weitere Maßnahmen sollen in den nächsten Jahren folgen, um im gesamten Betrieb Strom und Wärme und damit Kosten zu sparen. Dazu Remmel: „Erneuerbare Energien sind auch im Kleinen einsetzbar, wie sich hier im Betrieb Schönges zeigt. Ich kann nur an alle anderen Betriebe appellieren, sich mit dem Thema ‚Energieeffizienz‘ auseinanderzusetzen und die Beratung durch die Landwirtschaftskammer zu nutzen.“

Insgesamt rund drei Millionen Euro Fördermittel wurden nach Angaben des Ministeriums für energiesparende Maßnahmen von insgesamt 23 nordrhein-westfälischen Gartenbaubetrieben beantragt.

Dass der Bund diese Fördermittel auszahlen würde, war lange ungewiss, da viele Anträge in das Ende der Förderperiode fielen und nicht mehr bearbeitet werden konnten. „Ich bin froh, dass wir für unsere Gartenbaubetriebe eine Lösung gefunden haben und die Mittel schließlich doch noch bewilligt werden konnten“, betonte Minister Remmel. „Denn die Gartenbaubranche in Nordrhein-Westfalen ist nicht nur in Deutschland die Nummer eins, sondern auf dem besten Wege, gemeinsam mit den Niederlanden zu einem europäischen Zentrum für den Gartenbau zu werden.“

In NRW wirtschafteten rund 4.700 Gartenbaubetriebe mit einer Anbaufläche von etwa 31.000 Hektar. Besonders am Niederrhein und im Münsterland konzentriert sich ein großer Teil der deutschen Zierpflanzen- und Gemüseproduktion.

Weitere Informationen zum Gartenbau in Nordrhein-Westfalen gibt das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium unter www.umwelt.nrw.de. (ts/nrw)