Grüne Branche

NRW: Gewässer- und Umweltschutz im Zierpflanzenbau

Neben der Bienengefährdung durch Neonicotinoide trete im Pflanzenschutz auch der Gewässer- und Umweltschutz im Zierpflanzenbau mehr in den Vordergrund. Dies sagte Eddi Kronenberg (Krefeld), Vorsitzender des Rheinischen Fachverbandes Zierpflanzen, bei dessen Jahrestagung und Mitgliederversammlung in Straelen.

Gewässerschutz ist auch für den Zierpflanzenbau zunehmend ein Thema. Foto: Fotolia A_Bruno

Die von der NRW-Landesregierung erlassene Wasserrahmenrichtlinie und auf deren Grundlage eingerichtete Wasser-Kooperationen habe die Landwirtschaftskammer weiterhin im Auftrag der Landesregierung umzusetzen. Dies sei gerade um fünf Jahre verlängert worden, so Kronenberg. Im kommenden Jahr sollen entsprechend vier Demonstrationsbetriebe im Zierpflanzenbau in Nordrhein-Westfalen eingerichtet werden. Ziel ist es, noch stärker in diesem Bereich zu sensibilisieren.

Und die Gärtner sollten alles unternehmen, um den Eintrag in das Grundwasser zu reduzieren, sagte er. Zwar sei der Zierpflanzenbau sicherlich nicht der Hauptproblemfaktor, doch zurücklehnen dürfe man sich auch nicht. Die Freiland-Flächen seien in den vergangenen Jahren extrem gewachsen, entsprechend müsse man sich der Problematik offensiv stellen.

Er forderte die Gärtner auf, die Fachberatung in Anspruch zu nehmen und konstruktiv mitzuarbeiten. Eine Harmonisierung der Pflanzenschutzmittel in der Europäischen Union komme nicht voran, so Kronenberg. Es lägen Hunderte Anträge für die Übertragung auf Zulassung vor, die nicht bearbeitet werden. Die Quote der zugelassenen Anträge liege innerhalb von drei Jahren bei unter zehn Prozent, betonte er.

Parallel sei die Entwicklung zu beobachten, dass Handelsfirmen Höchstmengen auch im Zierpflanzenbau definieren und die Anzahl der Wirkstoffe begrenzen. Die politische Diskussion laufe eindeutig gegen Pflanzenschutzmittel, sagte er. Tatsächlich würden aber mehr zugelassene Mittel benötigt, um gezielt handeln zu können und Resistenzen zu vermeiden. (fri)

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