Grüne Branche

NRW: Spargelernte fiel unterdurchschnittlich aus

Zum Ende der Spargelsaison am 24. Juni hat jetzt auch die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (NRW) Bilanz gezogen. Da Temperaturen über 30 Grad wie im Frühjahr 2011 ausblieben, fiel die Ernte in der Saison 2012 unterm Strich unterdurchschnittlich aus. Auch die Kunden hätten sich beim Spargelkauf eher zurückhaltend verhalten. 

Die Erntemengen seien den Angaben zufolge von Beginn an eher knapp gewesen, obwohl man nach dem Kälteeinbruch im Februar und einem außerordentlich warmen und trockenen März mit einem ähnlich frühen Saisonbeginn wie im Vorjahr gerechnet hatte. Die vorwiegend wechselhafte, kühle Witterung ließ die Temperaturen im Spargeldamm nur zögerlich ansteigen und habe auf diese Weise für ein langsameres Wachstum der Stangen gesorgt.

Zu Ostern war deutscher Spargel zwar knapp, aber bereits in ordentlichen Mengen und Qualitäten vorhanden, teilt die Landwirtschaftskammer NRW mit. Durch das kühle Wetter sei jedoch scheinbar auch die Nachfrage nach den edlen Stangen von Anfang April bis Pfingsten beeinflusst worden. Die aus früheren Jahren bekannten Preisschwankungen blieben dagegen weitgehend aus. Das Preisniveau lag im Durchschnitt zwischen sechs und neun Euro pro Kilo für die erste Klasse.

Die Deutschen verzehren den Angaben zufolge nach wie vor mit mehr als 90 Prozent am liebsten Bleichspargel. Grünspargel spielt im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten wie Frankreich und Großbritannien hier weiterhin nur eine untergeordnete Rolle. In NRW bauen knapp 450 landwirtschaftliche Betriebe auf etwa 4.100 Hektar Spargel an. Das entspreche etwa einem Fünftel der gesamten Spargelanbaufläche in Deutschland von rund 23.000 Hektar. (ts)