Grüne Branche

NRW-Studie: Marktpotenzial für Öko-Produkte

Das Marktpotenzial für Biolebensmittel wird in Nordrhein-Westfalen derzeit nicht ausgeschöpft. Das ist ein zentrales Ergebnis der Studie „Regionalvermarktung von Ökoprodukten“ des NRW-Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministeriums und des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), die vorige Woche in Düsseldorf vorgestellt wurde.

in Nordrhein-Westfalen ökologisch bewirtschaftet, weitere 36.000 Hektar müssten umgestellt werden, um den nordrhein-westfälischen Bedarf mit regional erzeugten Biolebensmitteln zu decken.
„Die Lebensmittelskandale der letzten Jahre haben viele Verbraucherinnen und Verbraucher verunsichert. Unter anderem deshalb wird immer mehr Wert auf Lebensmittel aus der Region, auf transparente Produktionswege und lokale Vermarktung gelegt. Doch Nordrhein-Westfalen ist derzeit nicht in der Lage, die starke Nachfrage aus eigener Produktion zu decken. Wir müssen Bioprodukte importieren. Und das wollen wir gemeinsam mit der Landwirtschaft ändern“, erläuterte Landwirtschafts- und Verbraucherschutzminister Johannes Remmel. „Die vorliegende Studie zeigt uns Wege auf, wie regionale Vermarktung besser funktionieren kann und wie wir NRW-Lebensmittel mit positivem Image positionieren können.“ Verstärkten Anreiz für den Umstieg von konventioneller Landwirtschaft auf Öko-Anbau bietet das NRW-Landwirtschaftsministerium mit angehobenen Umstellungshilfen: bei Ackerflächen von 324 auf 400 Euro pro Hektar, bei Gemüsebauflächen von 900 auf 1.200 Euro pro Hektar und bei Dauerkulturen von 1.404 Euro auf 1.800 Euro pro Hektar. Weitere Infos zu den Themen regionale Vermarktung und Ökolandbau sowie die Marktstudie „Regionalvermarktung von Öko-Produkten“ sind zu finden unter www.umwelt.nrw.de und www.wlv.de. Die Studie kann in gedruckter Form im NRW-Landwirtschaftsministerium unter Tel.: 0211– 4566–666, Fax: 0211–4566–388 oder E-Mail: infoservice@ mkulnv.nrw.de sowie beim Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband unter Tel.: 0251– 4175–101 oder E-Mail: info@wlv.de angefordert werden.