Grüne Branche

"Nur Marken erwirtschaften dauerhaft hohe Erträge"

Welche Wege soll der Gartenbau zukünftig beschreiten? Antworten darauf sollen auf dem Zukunftskongress Gartenbau am 15. und 16. September 2009 in Berlin (www. zukunftskongress-gartenbau.de) diskutiert und gefunden werden. Innerhalb der Forumsdiskussion "Produkte und Leistungen des Gartenbaus - Schlüsselkomponenten für den Wettbewerbsvorteil" wird Rupert Fey, Berater Vertrieb & Marketing Zierpflanzenbau, referieren und zur Diskussion herausfordern. Im Vorfeld haben wir ihm einige seiner Thesen entlockt, wie er sie auf dem Zukunftskongress in Berlin vortragen wird. Seine These ist beispielsweise: Nur Marken erwirtschaften dauerhaft hohe Erträge. Aber gibt es solche Marken überhaupt im Gartenbau?

Auf der einen Seite gibt es mit "Garden Girls" oder auch "Surfinia" durchaus Namen, mit denen auch Endverbraucher Werte, besondere Qualitäten verknüpfen. Außer diesen Marken stehen regionale Begriffe wie "Beelitzer Spargel" oder auch "Vierländer Rosen" durchaus für klare - regionale - Werte wie "Frisch bei guter Qualität". Unter solchen Dachmarken können Produzenten ihre Ware gut vermarkten, sie erfüllen den Wunsch vieler "In der Region kaufen" - auch ohne absolutes Öko-Bekenntnis. Doch im Gartenbau ist der Inhaber oft der wichtigste Treiber der Marke. Er ist sowohl im Großkundenbereich, wie auch beim Privatkunden oft das Zünglein an der Waage. Hier muss der Unternehmer sich profilieren. Hohe Erträge schaffen Sie nur noch mit außergewöhnlichen Produkten und exzellentem Service. Das wird entscheidend über Inhaber und Ihren Mut zum Neuen transportiert. Wenn Sie dagegen Chry-santhemen Ein-Trieber im 9er Topf im Sommer anbieten, dann sind Sie absolut in ganz Europa vergleichbar. Ob Sie einen guten Preis erzielen, grenzt dann an Lotterie. Für den Produzenten ist entscheidend, seine Marke im Kopf der Verbraucher/Einkäufer zu platzieren. Hier muss er Vertrauen aufbauen, das ist sein Kunde.

Das vollständige Interview mit Rupert Fey finden Sie in TASPO 32/09