Grüne Branche

Obst und Gemüse: Bald Angabepflicht für Nachernte-Behandlung?

Das Etikett „Nach der Ernte behandelt mit…“ könnte sich bald auf allen Obst- und Gemüsearten finden, die nach der Ernte zur Verbesserung der Haltbarkeit behandelt wurden. So sieht es der Gesetzentwurf zur zehnten Verordnung zur Änderung der Rückstands-Höchstmengenverordnung vor, den das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) jetzt vorgelegt hat. Bis Ende Juni wird sich die EU in Brüssel dazu äußern, ob die Angabepflicht für die Nacherntebehandlung in Deutschland in Kraft gesetzt werden kann. Die Kennzeichnungspflicht soll den Verbraucher besser als bisher über Nacherntebehandlungen bei Obst und Gemüse informieren. Die Inverkehrbringer von Obst und Gemüse wären dann verpflichtet, durch die Angabe „Nach der Ernte behandelt mit…“ auch den verwendeten Stoff zu benennen. Ziel ist, dass alle Nacherntebehandlungen dokumentiert und für den Verbraucher erkennbar angegeben sind. Dies soll ihm eine bessere Wahlmöglichkeit beim Einkauf von Obst und Gemüse geben.