Grüne Branche

Obstbäume mit Bio-Siegel im Testverkauf: Mehrere Tegut-Filialen eingebunden

Das amtliche Bio-Siegel ist inzwischen seit fast genau vier Jahren auf dem Markt. Es klebt heute auf rund 30000 Produkten. Obstbäume waren bislang nach dem Kenntnisstand der Informationsstelle Bio-Siegel nicht darunter. Die Baumschule Pflanzlust aus dem hessischen Wolfhagen-Nothfelden ist aber jetzt in die Zertifizierung eingestiegen und kann offenbar als erste Obstbäume mit dem sechseckigen Siegel anbieten. Angeschlossen ist die Baumschule Pflanzlust seit 1988 dem Bioland-Verband. Sie erfüllt also auch dessen Vorgaben für die Produktion, die teilweise strenger ausfallen, als in den EU-Vorgaben für die Bio-Produktion, auf denen das amtliche Bio-Siegel fußt. Daneben ist die Baumschule auch in der Arbeitsgemeinschaft ökologisch wirtschaftender Baumschulen (Agöb) vertreten. Durch den Einsatz des amtlichen Bio-Siegels hofft Heinrich Niggemeyer, Betriebsleiter der Baumschule Pflanzlust, vom Bekanntheitsgrad, den das Bio-Siegel inzwischen beim Endverbraucher erreicht hat, auch in seinem Absatz über Wiederverkäufer an der Endverbraucher profitieren zu können. Gepaart mit einer neuen Schiene historischer und bewährter Apfelsorten in kleineren Baumformen auf der mittelstark wachsenden Unterlage MM106 als Busch oder Halbstamm hofft er auf einen neuen Schub im Absatz. Den Privatkunden spricht er über den Abhofverkauf an und wie erwähnt über Wiederverkäufer sowie neuerdings über eine Zusammenarbeit mit dem hessischen Lebensmitteleinzelhandelsunternehmen Tegut. Tegut habe in seinen Märkten einen hohen Anteil Bioprodukte und biete nun in einer Aktion testweise auch Obstbäume der Baumschule Pflanzlust mit Bio-Siegel feil.