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Obstbau kämpft weiter mit Frostschäden

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Extreme Schäden bis hin zu totalen Ernteausfällen: Frostschäden, die sehr kalten Nächten im April geschuldet sind, bereiten dem Obst- und Weinbau in Vielen Regionen nachhaltige Probleme. Der Bundesausschuss für Obst und Gemüse (BOG) setzt sich nun für ein besseres Risikomanagement ein.

Kälteeinbruch im April: Frostschäden und resultierende Ernteausfälle treffen die Apfelplantagen in vielen Regionen Deutschlands hart.

Gravierende Frostschäden im Obstbau: Ernteausfälle drohen

Laut BOG treten im Obstbau vor allem Schäden bei Kirschen, Pfirsichen, Äpfeln, Erdbeeren Johannisbeeren und Stachelbeeren auf. Die Ausmaße können bisher noch nicht genau beziffert werden. Betroffen sind vor allem Regionen in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, im Rheinland, Sachsen und Brandenburg. Bei Stein- und Beerenobst sind deutliche Ernteausfälle zu erwarten.

Viele Kernobstanlagen standen zur Zeit des Frosteinbruches in voller Blüte und verfügen über wenige Frostschutzberegnungsanlagen. Rheinland-Pfalz etwa befürchtet hohe Ausfälle in der Apfelernte und auch die Anlagen am Bodensee sind von Frostschäden betroffen.

Frostschäden: Schwierige Lage im Weinbau

Im Weinbau stelle sich die Lage ähnlich schwierig dar, heißt es in einer Pressemeldung des Ausschusses. Hier sind durch die Bank alle Gebiete, die in Württemberg, Baden, Franken, Rheinhessen, Pfalz und Mosel liegen, durch Frostschäden in Mitleidenschaft gezogen worden.
Aufgrund des Klimawandels und sich häufender Extremwetterereignisse setzt sich der Bundesausschuss Obst und Gemüse für ein besseres Risikomanagement ein. Betriebe sollten verstärkt in Frostschutzberegnungsanlagen investieren.

BOG: Besseres Risikomanagement für Obstproduzenten ist nötig

Gleichzeitig müssen die passenden Voraussetzungen für Produzenten geschaffen werden, um das Risiko für Produzenten zu minimieren. Risikorückstellungen, Versicherungslösungen als auch Investitionsförderungen für Frostschutzberegnungsanlagen stellen hier laut BOG die richtigen Instrumente dar.

Versicherungslösungen können allerdings nur mit der Unterstützung durch die Bundesländer realisiert werden, denn Entschädigungszahlen fallen in ihren Zuständigkeitsbereich. Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen haben bereits gehandelt und die Frostschäden als „Naturkatastrophe“ eingestuft. In Rheinland-Pfalz und Bayern, aber auch auf Bundesebene laufen dazu derzeit die Gespräche.