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Öko-Landbau legt in Deutschland deutlich zu

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Der Öko-Landbau in Deutschland hat zugelegt, die Bio-Fläche ist 2018 im Vergleich zum Vorjahr um rund 148.000 Hektar oder plus 10,8 Prozent gewachsen. Das meldet das Informationsportal Ökolandbau.de der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (Bonn).

Bioland-Holunder-Plantage in Fulda. Foto: BLE/Dominic Menzler

Bio-Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche steigt

Demnach wird von den 1.521.314 Hektar Bio-Fläche in Deutschland rund 41 Prozent als Ackerland bewirtschaftet. 2018 sind gegenüber dem Vorjahr rund 60.000 Hektar Ackerland dazugekommen. Grünland ist im Vergleich zum Vorjahr nur um drei Prozent gewachsen.

Der Bio-Anteil der in Deutschland landwirtschaftlich genutzten Fläche hat sich im vergangenen Jahr auf neun Prozent erhöht. Das ist ein Prozentpunkt mehr als im Jahr zuvor. Im europäischen Vergleich allerdings kommt Deutschland damit nur auf die hinteren Ränge. Es gibt allein neun Länder mit Bio-Flächenanteilen über zehn Prozent: Spitzenreiter ist Österreich mit 24 Prozent, gefolgt von Estland, Schweden und Italien.

Trockenheit bringt Einbußen bei Bio-Getreide

Die ökologisch bewirtschaftete Getreidefläche in Deutschland nahm 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 11,9 Prozent oder plus 32.000 Hektar zu. Im europäischen Vergleich steht Deutschland damit hinter Italien an zweiter Stelle. Mit der größeren Bio-Getreidefläche war 2018 eine größere Erntemenge erwartet worden. Die Trockenheit machte diese Erwartung aber wieder zunichte, sodass die Bio-Getreideernte 2018 gut fünf Prozent kleiner ausgefallen ist als im Vorjahr. Die Erlöse für Bio-Getreide sanken somit um acht Prozent.

Die Anbauflächen für Bio-Ölsaaten sind im vergangenen Jahr laut Ökolandbau.de um 36 Prozent gewachsen. So sorgten Ölsaaten und auch Zuckerrüben für ein deutliches Plus bei den Erlösen. Auch die Kartoffelpreise und -erlöse lagen 2018 wieder deutlich über den Vorjahrespreisen.

Deutlich höhere Milchanlieferungen bei nahezu stabilen Preisen ließen 2018 die Verkaufserlöse der Bio-Milchbauern um 18 Prozent zum zweiten Mal in Folge deutlich in die Höhe steigen. Milch ist mit 550 Millionen Euro Erlös der mit Abstand wichtigste Erlösbringer unter den Bio-Rohstoffen. Auf den weiteren Rängen folgen Eier, Gemüse, Getreide und Obst mit Erlösen zwischen 309 und 205 Millionen Euro.

Konventionelle Landwirte erleiden Einbußen bei Verkaufserlösen

Anders als Bio-Landwirte mussten die konventionellen Landwirte 2018 Einbußen bei den Verkaufserlösen hinnehmen. Die starken Anstiege, die 2017 vor allem aus höheren Preisen folgten, konnten im vergangenen Jahr Ökolandbau.de zufolge nicht gehalten werden. Insgesamt erzielten die konventionellen Betriebe 43,55 Milliarden Euro mit dem Verkauf ihrer Produkte.

In der konventionellen Landwirtschaft verteilen sich 63 Prozent der Verkaufserlöse auf tierische, nur 37 Prozent auf pflanzliche Produkte. In der Bio-Landwirtschaft liegt das Verhältnis bei 54 Prozent Tier und 46 Prozent Pflanze.