Grüne Branche

Ökobilanzen: Obst- und Gemüseanbau nimmt Vorreiter-Rolle ein

Bis zum Jahr 2020 soll sich der Ausstoß von Treibhausgasen um mindestens 40 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 reduzieren, lautet ein erklärtes Ziel der deutschen Klimapolitik. Der CO2-Fußabdruck als Maß für die Klimaverträglichkeit von Waren und Dienstleistungen gewinnt in diesem Zusammenhang zunehmend an Bedeutung. Inwieweit der Gartenbau sich bereits damit auseinandersetzt, erfragten wir in der Praxis. 

Der Nachweis zur CO2-Reduktion gehört zur Strategie des Gärtnerzusammenschlusses „PlusPlants“. Werkfoto

In einem ersten, nicht repräsentativen Überblick bleibt festzuhalten, dass sich die Produktionsbereiche der Branche dem Thema annähern, wobei der Obst- und Gemüseanbau – forciert durch den Lebensmitteleinzelhandel – eine Vorreiter-Rolle einnimmt. Hier steht der produktbezogene CO2-Print im Vordergrund erster wissenschaftlicher Projekte. Auch, weil er eine plakative Möglichkeit bietet, umweltrelevantes Verhalten und zugehörige Aktivitäten offenzulegen.

Eine standardisierte Variante der CO2-Bilanzierung gibt es für die grüne Branche derzeit allerdings noch nicht, vielmehr hat die Diskussion um verschiedene Berechnungsansätze und -maßstäbe gerade erst begonnen. Es stellt sich auch die Frage nach den Kosten und der Priorität eines CO2-Fußabdrucks. „PlusPlants“, ein Zusammenschluss von Gärtnern, hat in diesem Bereich schon viel erarbeitet.

Welche Vorteile diese Analysen bringen, wie sie verwirklicht werden können und was schon erreicht wurde, lesen Sie in der aktuellen TASPO Ausgabe 34/2012. Dort erfahren Sie außerdem, weshalb Ökobilanzen auch bei Zierpflanzen wichtig sind und wie Sammelbestellungen die CO2-Bilanz verbessern könnten. (ts)