Grüne Branche

Ökolandbau: Deutschland knackt die 1-Million-Hektar-Marke

Die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Deutschland hat 2011 erstmals die Marke von 1 Million Hektar überstiegen. Das geht aus den Jahresmeldungen der Bundesländer über den ökologischen Landbau hervor, die dem Bundeslandwirtschaftsministerium vorliegen. Annähernd zwei Drittel aller Öko-Betriebe liegen in Bayern und Baden-Württemberg, wo rund ein Drittel der gesamten Ökolandbaufläche bewirtschaftet wird. 

Ende 2011 wurden in Deutschland 1.015.626 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche von insgesamt 22.506 Betrieben nach den EU-weit geltenden Kriterien des ökologischen Landbaus bewirtschaftet. Bei der Fläche entspricht das einem Zuwachs von 24.924 Hektar und somit 2,5 Prozent. Die Zahl der Betriebe ist um 564 gewachsen, was einem Anstieg von 2,6 Prozent entspricht.

Insgesamt betrug der Anteil der Bio-Betriebe an der Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Betriebe im vergangenen Jahr 7,5 Prozent, der Anteil des Ökolandbaus an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche ist auf 6,1 Prozent gestiegen.

Für die besonderen Umweltleistungen, die nicht über den Markt entgolten werden, erhalten ökologisch wirtschaftende Betriebe über die Agrarumweltmaßnahmen der Bundesländer spezielle Flächenprämien. Im Jahr 2011 haben Bund, Länder und die EU dafür die ökologisch wirtschaftenden Betriebe mit rund 137 Millionen Euro unterstützt. Das zentrale Förderinstrument des Bundes im Bereich des Ökolandbaus ist die GAK (Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutz).

Neben dem Anbau verzeichnet der Biosektor auch bei den verarbeitenden Betrieben, die 2011 um 4,5 Prozent auf insgesamt 8049 gestiegen sind, Zuwächse. Die Anzahl der Importeure stieg im Vergleich zum Vorjahr um 8,4 Prozent, die Anzahl der Betriebe, die Bio-Erzeugnisse sowohl verarbeiten als auch importieren, hat um 5,9 Prozent zugenommen. Reine Handelsunternehmen verzeichneten einen Zuwachs von 11,3 Prozent. (bmelv)

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