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Ökolandbau: Schutz vor Hochwasser?

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Ökolandbau kann vor Hochwasser schützen. Das legt eine aktuelle Studie der Kommission Bodenschutz beim Umweltbundesamt (KBU) nahe. Demnach besitzen ökologisch bewirtschaftete Böden ein deutlich höheres Wasserrückhaltepotenzial als konventionell „beackerte“ Flächen, da auf Bio-Äckern doppelt so viel Wasser versickert.

Ökolandbau kann einer neuen Studie zufolge vor Hochwasser schützen. Foto: ruzi/Fotolia

Bioland fordert Ausdehnung des Ökolanbaus als Schutz vor Hochwasser

„Die vielen Unwetter und Überschwemmungen in diesem Sommer führen uns wieder einmal vor Augen, wie dringend ein vorsorgender Hochwasserschutz ist. Eine Ausdehnung des Biolandbaus könnte dazu einen wesentlichen Beitrag leisten. Dies käme auch den Steuerzahler weitaus günstiger, als allein auf teuren technischen Hochwasserschutz zu setzen“, so Bioland-Präsident Jan Plagge.

Entsprechend fordert Bioland von Bundesregierung, bis spätestens 2030 ein Fünftel der gesamten deutschen Agrarflächen auf Ökolandbau umzustellen. Aktuell werden lediglich 6,5 Prozent aller Agrarflächen in Deutschland ökologisch bewirtschaftet.

Mehr Ökolandbau als Kompensation für Flächenversiegelung

Die Experten der KBU schlagen zur Erreichung des 20-Prozent-Ökolandbau-Ziels vor, für jede durch Versiegelung verloren gegangene Fläche eine doppelt so große Fläche auf ökologische Bewirtschaftung umzustellen. „Neben der notwendigen Minderung der Flächenversiegelung von Agrarflächen wäre mehr Biofläche eine geeignete Kompensationsmaßnahme für Flächenverbrauch und Bodenversiegelung“, begrüßt Plagge diesen Vorschlag.

Die Kommission Bodenschutz beim Umweltbundesamt hat dazu die Broschüre „Böden als Wasserspeicher“ veröffentlicht, die Sie HIER downloaden können.