Grüne Branche

Ökologische Bestattungen: Urnen und Särge aus Kalk

Behandeltes Holz oder Metallbeschläge von Särgen und Urnen verhindern nach der Bestattung die Verwesung. Eine ökologische Bestattung ermögliche das Berliner Unternehmen Ecoffin, das mit Hilfe des Förderprogramms „Transfer Bonus“ die vollständige biologische Abbaubarkeit von Särgen und Urnen anstrebt. 

Wie das InnovationsKontor GbR auf seiner Internetseite weiter berichtet, ist Kalk nach dem Vorbild des Hühnereis ein wichtiger Bestandteil der Ecoffin-Särge und -Urnen. „Im Ei wird das Calciumkarbonat durch Proteine zusammengehalten. Wir haben diesen natürlichen Klebstoff bisher durch Polyolefin/PE ersetzt“, erläutert Olof Oscarsson, Geschäftsführer der Ecoffin GmbH.

Dank der Kooperation mit der Beuth Hochschule für Technik Berlin, die der Transfer Bonus ermöglicht hat, hofft die Firma, bald einen alternativen Rohstoff mit besseren Zersetzungseigenschaften einsetzen zu können. Durch dieses Material werden vollkommen neue Formgebungen möglich und das Produkt auf den höchsten Umweltstandard gebracht.

Die Beuth Hochschule überprüft im Rahmen des Wissenstransfers Materialien auf ihr Verbrennungsverhalten und die biologische Abbaubarkeit. Die Fachhochschule unterstützt das Berliner Unternehmen dabei, alternative Materialien zu identifizieren.

Seit 2007 entwickelt und vertreibt das Unternehmen ressourcenschonende Aschenkrüge und Särge für Feuer- und Erdbestattungen. Metalle wie Nägel, Schrauben oder Handgriffe werden nicht verarbeitet, der Verbrauch von Wasser und Emissionen dabei möglichst gering gehalten. Nach etwa zwei bis fünf Jahren können sich die kalkhaltigen Särge komplett zersetzen.

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