Özdemir zeichnet beste Bio-Betriebe aus

Veröffentlichungsdatum: , Sven Weschnowsky / TASPO Online

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (l.) zeichnete drei Bio-Betriebe aus. Foto: BMEL

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir hat die Sieger des Bundeswettbewerbs Ökolandbau ausgezeichnet. Unter den Preisträgern befinden sich auch zwei Gemüsebaubetriebe.

„Ökonomie und Ökologie erfolgreich Hand in Hand“

Der Bundeswettbewerb Ökolandbau ist für 2022 zu Ende gegangen und die Sieger stehen fest. Ausgezeichnet wurden von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir insgesamt drei Unternehmen aus dem Ökolandbau, unter denen sich zwei Gemüsebaubetriebe befinden, der dritte Sieger ist ein Betrieb der Milchwirtschaft. Laut Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) stehen die drei gekürten Betriebe für zukunftweisende Konzepte und erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 7.500 Euro. „Ich bin sehr beeindruckt, wie konsequent und ideenreich die drei Bio-Betriebe ihre Ziele verfolgen.  Mit ihrem Know-how sowie viel Innovationskraft und Eigeninitiative sind sie ein Vorbild für andere Betriebe. Die prämierten Öko-Höfe zeigen eindrucksvoll, wie Ökonomie und Ökologie erfolgreich Hand in Hand gehen können. Wirtschaften im Einklang mit unseren natürlichen Ressourcen – genau davon braucht es mehr angesichts der vielen ökologischen Krisen, die wir heute zu meistern haben“, erklärte Özdemir bei der Preisübergabe.

Bestes gesamtbetriebliches Konzept

Den Preis für das beste gesamtbetriebliche Konzept bekam der Demeter-Betrieb Biohof Bursch aus dem rheinischen Bornheim-Waldorf. Seit 1964 wird hier bereits nach Ökorichtlinien gewirtschaftet und Bio-Gemüse erzeugt. Zudem betreibt das Unternehmen ein eigenes Vermarktungsunternehmen. Der Betrieb beschäftigt über 120 feste und Saisonbeschäftigte, die sich um den Anbau, die Pflege und die Ernte der 60 unterschiedlichen Obst- und Gemüsekulturen kümmern. Vermarktet werden die Produkte im eigenen Hofladen und auf Märkten der Region. Neben den Obst- und Gemüsesorten stellt das Unternehmen auch selber fertige Lebensmittel, wie Sauerkraut und Suppen her, die ebenfalls über die eigenen Vertriebskanäle vermarktet werden. Der Biohof geht auch mit dem Fortschritt und arbeitet eng mit der Forschung zusammen, so kommen hier zum Beispiel auch moderne Technologien wie Hackroboter zur Unkrautkontrolle zum Einsatz.

Innovativstes Anbaukonzept

Für das innovativste Anbaukonzept wurde die gemeinnützige GmbH live2give aus Dickendorf im Westerwald ausgezeichnet. Dem Betrieb sei es demnach gelungen, ein neues Anbaukonzept auf Basis einer ganzjährigen Mulchdecke und permanenter Durchwurzelung zu entwickeln. Durch den Mulch werden Samenunkräuter unterdrückt, der Boden vor Wasserverlusten geschützt und zusätzliche Nährstoffe geliefert.  Ein kontinuierlicher Einsatz von organischen Materialien und eine schonende Bodenbearbeitung werde der Humusgehalt auf allen Betriebsflächen in kurzer Zeit deutlich erhöht und könne demnach auch bessere Erträge im Gemüseanbau erzielen. Der dritte Preis ging in der Kategorie „Erzeugung und Vermarktung“ an den Zusammenschluss der Bio-Milchviehbetriebe von Hans Möller, Achim Bock und Heino Dwinger aus Schleswig-Holstein.