Grüne Branche

Online-Handel als Absatzkanal immer wichtiger

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Der Online-Handel ist auch in der grünen Branche ein wichtiger Absatzkanal. Viele Unternehmen generieren oft einen großen Teil ihrer Umsätze im Netz, wie eine nicht-repräsentative Umfrage der TASPO unter verschiedenen, im Internet aktiven Betrieben zeigt. Auch Rabatt- oder Aktionstage wie der „Black Friday“, die vor allem die großen Online-Versandhäuser zelebrieren, kommen mittlerweile in der grünen Branche an.

Zum Internetangebot von N. L. Chrestensen gehört auch ein „Gartenversandhaus“. Screenshot

Chrestensen: 50 Prozent des Umsatzes online generiert

„Wir haben unseren Internetauftritt 2001 gestartet und zunächst nur das Grundsortiment angeboten. Inzwischen ist es – auch durch die neuen technischen und logistischen Möglichkeiten – so, dass wir online ein breiteres Sortiment anbieten als im Katalog und etwa die Hälfte unseres Umsatzes auf diesem Vertriebsweg generieren“, sagt etwa Lars Chrestensen vom Saatgut- und Jungpflanzen- sowie Fertigpflanzenanbieter N. L. Chrestensen Erfurter Samen- und Pflanzenzucht.

Der Katalog sei jedoch nach wie vor ein wichtiges Werbemittel, so Chrestensen in der TASPO Umfrage. Der Kunde nutze ihn, um sich Inspiration und Anregungen zu holen und dann online zu bestellen – aktuell laut Chrestensen vor allem Saatgut, Blumenzwiebeln und Neuheiten. Die Wirkung des vor rund zwei Wochen erschienenen Katalogs könne sein Unternehmen bereits am Auftragsstatus ablesen.

Baumschule Eggert: mit Kernsortiment gestartet

Mit einem Kernsortiment ist die Baumschule Eggert (Vaale) als traditionelle Baumschule im Jahr 2000 ins Internet gegangen. Sowohl der Internetauftritt als auch das Angebot haben sich seither durch die technischen Möglichkeiten ständig erweitert, wie Andrea Eggert in der TASPO Umfrage angibt. „Heute erwirtschaften wir 75 Prozent unseres Absatzes über das Internet und bieten ein breites Sortiment an Gehölzen, Stauden und Obst an“, so Eggert.

Bestimmte Anlässe wie Mutter- oder Valentinstag oder auch den „Black Friday“ nutzt die traditionelle Baumschule jedoch nicht, sondern stellt die Pflanzen auf dem firmeneigenen Facebook-Account, in Publikumszeitschriften oder Gartenschauen wie den Landesgartenschauen und Internationalen Gartenschauen vor.

Baumschule Horstmann: „Black Friday“-Aktion länger geplant

Ganz anders die Baumschule Horstmann (Hohenaspe), die als großer Online-Versandhandel mit inzwischen über 5.000 Pflanzen im Sortiment schon länger geplant hatte, eine „Black Friday“-Aktion zu machen. „Die Idee dieses Aktionstages hat Apple aus den USA nach Deutschland gebracht und schnell zahlreiche Nachahmer gefunden. Wir sind davon ausgegangen, dass sich nicht nur Technik, sondern auch Pflanzen wie inzwischen viele andere Artikel auch über diesen Anlass vermarkten lassen“, so Lars Horstmann gegenüber der TASPO.

Welchen Erfolg die Baumschule Horstmann mit ihrer „Black Friday“-Aktion hatte und welche Erfahrungen andere Unternehmen der Branche mit dem Online-Handel gemacht haben, lesen Sie in der aktuellen TASPO 51/2015.