Grüne Branche

Online-Handel fängt stationären Handel auf

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So optimistisch haben die Einzelhändler schon seit fünf Jahren nicht mehr auf die Geschäftslage geblickt. Und das, obwohl aus vielen Läden die Kunden fernbleiben. Der Grund für den Optimismus liegt in den steigenden Umsätzen mit dem Online-Geschäft. Das ergab die Konjunkturumfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) für das Jahr 2016.

Obwohl die Kunden oft fernbleiben, erwartet der Handelsverband für den Einzelhandel ein Umsatzplus von zwei Prozent. Foto: Robert Kneschke Fotolia

Wirtschaftliches Umfeld für Handel günstig

„Das wirtschaftliche Umfeld für den Handel ist nach wie vor günstig. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich positiv, die Einkommen steigen und die Zinsen sind niedrig“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Allerdings hätten viele Unternehmen vor allem in den Innenstädten mit rückläufigen Kundenzahlen zu kämpfen, während der Online-Handel sich weiter positiv entwickelt.

In den ersten beiden Monaten ging der Umsatz für den Einzelhandel laut HDE aufgrund guter Rahmenbedingungen um 2,8 Prozent nach oben. Deshalb ist der Verband auch optimistisch, dass am Ende des Jahres 2016 ein Umsatzplus von zwei Prozent zu Buche stehen wird.

HDE: Online-Handel soll um elf Prozent wachsen

Den Schätzungen des Handelsverbands nach wird der Online-Handel in diesem Jahr um elf Prozent anwachsen. Diese Annahme spiegelt sich auch in der Umfrage wider: 70 Prozent der Multichannel-Händler gaben an, dass sie beim E-Commerce steigende Umsätze erwarten.

Allerdings klagen auch 58 Prozent der Händler darüber, dass sich immer weniger Kunden in den Geschäften einfinden. In den Innenstädten liegt der Anteil sogar bei 70 Prozent. Der Handelsverband fordert deshalb, dass Kommunen und Handel an einem Strang ziehen. Den ersten Schritt macht der HDE selbst, gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund. Sie haben eine Allianz für Innenstädte gegründet.