Grüne Branche

Orakel und Dementi: Buga-Finanzen

Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz hat der Debatte um die Finanzen der Bundesgartenschau in Gera und Ronneburg gewollt oder ungewollt neue Nahrung gegeben. Ob es sich bei seiner Äußerung, die Buga werde wohl eher mit einem Defizit enden, um einen Versprecher handelt oder ob seine Worte nicht richtig ausgelegt wurden, bleibt unklar, so berichtete der Radiosender MDR am 17. August 2007. Der Sprecher des Wirtschaftsministeriums widersprach laut MDR einem Bericht der "Ostthüringer Zeitung". Mit dem Satz "Die Erfahrungen zeigen, dass Bundesgartenschauen immer eher mit einem Defizit abschließen" habe Reinholz keine Aussage über die diesjährige Schau treffen wollen. Noch könne keine finanzielle Bilanz gezogen werden, relativierte der Sprecher seinen Minister. Der Zeitungsartikel hatte bei den Buga-Organisatoren Verwunderung ausgelöst. Derzeit mache die Schau Gewinn, sagte Buga-Sprecher Michael Langenstein der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Die Höhe wollte er allerdings nicht beziffern. Bis zum 14. Oktober würden 1,5 Millionen Gäste erwartet. Diskussionen gibt es auch um das fehlende Nachnutzungskonzept der Buga. Es könne nicht sein, dass die 5500 Einwohner zählende Stadt Ronneburg allein für die Nachnutzung des dortigen 60 Hektar großen Areals zuständig sei. Bislang habe das Kabinett keine Planungen vorgelegt, kritisierte Langenstein. Ähnlich hatte die Greizer Landrätin und Aufsichtsratschefin der Buga GmbH, Martina Schweinsburg, argumentiert: Die Stadt müsse jetzt festlegen, was sie für die künftigen Besucher von den Buga-Flächen erhalten wolle, betonte die Landrätin. Die Pflegekosten für das Ronneburger Buga-Gelände werden mit jährlich rund 400000 Euro veranschlagt.