Grüne Branche

Ostergeschäft: Sturm „Niklas“ bremst Blumenhandel aus

Schnittblumen waren bundesweit gefragt, Beet- und Balkonware hängt noch in der Warteschleife: So lautet das Resümee der Vereinigung Deutscher Blumengroßmärkte (VDB) zum diesjährigen Ostergeschäft. Deutlichen Einfluss auf die Nachfrage in der Osterwoche hatte demnach außerdem Sturmtief Niklas. 

Maiglöckchen auf dem Blumengroßmarkt Hamburg. Foto: BGM Hamburg

Insbesondere der Wochenmarkthandel litt unter den Witterungsbedingungen, in Karlsruhe wurden „Wochenmärkte von der Stadt sogar abgesagt“, so Frank Schäfer vom dortigen Blumengroßmarkt.

Schnee in der Osterwoche: Beet- und Balkongeschäft auf Standby

In einigen Teilen Deutschlands lag in der Osterwoche zudem noch Schnee, so etwa im Sauerland oder in den Frankfurt/Main umgebenden Mittelgebirgen. „Wir hatten in der Osterwoche morgens Temperaturen von minus fünf Grad“, ergänzt Joachim Rottweiler vom Blumengroßmarkt Reutlingen. Zusammengefasst: Von Norden bis Süden befindet sich das Beet- und Balkongeschäft noch in der Warteschleife.

Zufrieden zeigten sich die deutschen Blumengroßmärkte in der Umfrage zum Ostergeschäft 2015 dagegen mit dem Schnittblumenabsatz. „Schnittblumen liefen super, super und nochmals super“, resümiert etwa Raimund Korbmacher vom Blumengroßmarkt in Köln. Gute Ergebnisse für Schnittblumen „im Allgemeinen und insbesondere für selbst produzierte Ware wie Tulpen, Anemonen und Ranunkeln“ hat es laut Peter René Hecker vom Blumengroßmarkt in Düsseldorf gegeben.

Gute Tulpennachfrage im Ostergeschäft

Ebenso war in Mannheim „das Schnittblumengeschäft gut, neben Gelb waren Rosa und Pastelltöne gefragt“, resümiert Blumengroßmarkt-Geschäftsführer Hans-Georg Biller. Klaus Bengtsson vom Blumengroßmarkt Hamburg spricht von „vorsichtigem Einkaufsverhalten“ des Blumeneinzelhandels, doch „insbesondere die Tulpennachfrage war bei knapper Ware und festen Preisen gut.“ Christian Pippert vom Blumengroßmarkt in Frankfurt/Main (BZG) berichtet von „guten Verkäufen, es blieben nur kleine Reste beim Schnitt.“

Neben Gelb wurden der Umfrage zufolge Pastelltöne, Rosa, Rot/Orange und ganz besonders Weiß vom Blumeneinzelhandel nachgefragt. „Gut liefen bunte Frühlingssträuße“, hat Frank Schäfer aus Karlsruhe beobachtet. Ebenfalls im Plus waren kleine, bepflanzte Körbe oder andere preiswerte Gefäße. Die Nachkäufe am Dienstag nach Ostern waren zurückhaltend, der Blumeneinzelhandel wartet anscheinend noch auf wirkliche Frühlingstemperaturen.

Weitere Ergebnisse der Umfrage bei der Vereinigung Deutscher Blumengroßmärkte sowie das Resümee zum diesjährigen Ostergeschäft von Landgard, FloraHolland und Plantion lesen Sie in der TASPO 15/2015. (mh/ds)