Grüne Branche

P-Protect schützt Weihnachtsbaum-Jungpflanzen

Wer im August auf der Weihnachtsbaummesse in Langesø oder im September auf der internationalen Weihnachtsbaumbörse in Straßkirchen am Stand der Baumschule Peter Schjøtt’s aus dem dänischen Ejstrupholm vorbeikam, konnte sich die Neuentwicklung namens P-Protect anschauen, mit der sich die Baumschule auch für den Innovationspreis beworben hatte.

Alles auf einen Blick: P36er Jungpflanzen, die P-Protect-Hüllen, die 55-Zoll-Pflanzrohre und der Behälter für den Transport der umhüllten Jungpflanzen. Foto: Liebgard Jennerich

Dabei handelt es sich um eine Röhre aus einer Bio-Propylen-Mischung. Das Material ist UV-stabilisiert und beginnt sich erst nach etwa zwei Jahren abzubauen. Nach fünf Jahren ist nichts mehr davon übrig.

Entwickelt wurde P-Protect, um jungen Weihnachtsbäumen direkt ab Pflanzung einen Schutz zu geben, vor Wildverbiss, Rüsselkäfern und mechanischen Schäden durch maschinelle Flächenpflege, auch gegen Neonectria soll es wirken.

Die Anwendung ist relativ einfach: Die Röhren werden unmittelbar vor dem Pflanzen um die Jungpflanzen gelegt. Sie passen genau zu den P36er Jiffys. Gemeinsam kommen sie in die Erde, das geht einfach von Hand mit einem 55 Zoll-Pflanzrohr (Pottiputki).

Zunächst schauen nur die Röhren aus dem Boden heraus. Aber bald schon wachsen die Wurzeln durch das offene untere Ende der Röhren und durch die Löcher - und halten die Röhren damit im Erdreich fest.

Der Spross streckt sich, bildet innerhalb der Röhre keine Seitentriebe aus, sondern erst, wenn er auf ihr herauswächst. Solchermaßen behandelte Pflanzen benötigen deshalb keinen Stumpfbeschnitt mehr. Der komplette Arbeitsgang entfällt und dementsprechend können bei dieser Arbeit die jungen Bäume auch nicht mehr beschädigt werden. (jen)

Mehr Informationen gibt es im Internet.