Grüne Branche

Paradise-Impatiens: Kennen Sie Chico, Carmona, Jaco?

Chico – so lautet das spanische Wort für etwas Kleines. Chico ist zugleich die Bezeichnung für einen Jungen, im Gegensatz zu Chica, dem Mädchen. Chico heißen auch mehrere Orte in den USA und viele mehr oder weniger bekannte Personen hatten oder haben diesen Vornamen. Erwähnt sei außerdem der VW Chico, ein ehemaliger Kleinstwagen mit Hybridantrieb. Ins Paradies der Impatiens NeuGuinea ist nun auch ein Chico eingezogen.

‘Paradise Compact Chico’ zählt zu den Neuheiten 2015 in der umfangreichen Serie Paradise bei Kientzler Jungpflanzen. Sie ist die vierte Sorte bei der auf kompakten Wuchs ausgerichteten Paradise Compact, einem Teil der Impatiens NeuGuinea-Serie Paradise. Chico präsentiert sich hier als die Kompakte mit leuchtend-roten Blüten. Die Paradise gilt als marktführende Impatiens NeuGuinea-Serie und hierbei quasi als Standard. Einschließlich der vier Compact-Varietäten gibt es rund 40 Sorten in Kientzlers Paradise-Palette für die Saison 2015. Außer der ‘Paradise Compact Chico’ sind zwei weitere neue Sorten dabei:

  • ‘Paradise Carmona’ mit roter Zeichnung auf dem rot-orangefarbenem Untergrund;
  • ‘Paradise Jaco’ mit magentafarbener Zeichnung auf dunkelrosa Blüten.

Diese beiden Neuen zählen in der Serie Paradise zu den mittelhohen Sorten. Ob sie unter den Paradise-Impatiens in den Kreis der Topseller – also den besonders nachgefragten Sorten in der Serie – vordringen, bleibt abzuwarten.

Sieben Paradise-Sorten sind in Kientzlers Beet- und Balkonpflanzen-Katalog 2015 als Topseller markiert: ‘Paradise Cabano’ – als „wohl die beste weiße Impatiens NeuGuinea“ beschrieben, ‘Paradise Improved Delias’ in Rosa mit dunklem Auge an jeder Blüte, ‘Paradise Logia’ in Purpur, ‘Paradise Moorea’ mit weißen Blüten, ‘Paradise Nosara’ im lachsrosa Blütenkleid, ‘Paradise Orona’ mit blutroten Blüten, ‘Paradise Timor’ mit leuchtend orangen Blüten.

Eine Kulturanleitung Kientzlers zu Paradise nennt 11er- und 12er-Töpfe als ideale Topfgröße für diese Impatiens NeuGuinea-Serie. Getopft werde bei Wintersätzen zehn bis zwölf Wochen, bei Sommersätzen acht bis zehn Wochen vor dem gewünschten Blühtermin. Das Substrat sollte nur schwach aufgedüngt sein und gleichmäßig feucht gehalten werden.

Kultiviert wird bei etwa 18 Grad Celsius, denn unter 16 Grad ist der Wuchs stark gehemmt. Erst kurz vor dem Verkaufstermin wird auf 14 bis 16 Grad Celsius abgesenkt. Hohe Temperaturen über 25 Grad Celsius müssen vermieden werden. Flüssig nachzudüngen ist ab etwa drei Wochen nach dem Topfen, und zwar wöchentlich mit Mehrnährstoffdünger in 0,1- bis 0,2-prozentiger Konzentration. Generell gilt Impatiens NeuGuinea als „schwach zehrend“. Um gute Qualitäten zu erreichen, kommt es auch darauf an, rechtzeitig zu rücken. Im Endabstand stehen etwa 25 Pflanzen je Quadratmeter.

Blütenthripse zählen neben Spinnmilben und Weichhautmilben zu den tierischen Schädlingen beim Anbau von Impatiens NeuGuinea. Auch Viren – vor allem Tomatenbronzefleckenvirus – sind zu beachten, verdächtige Pflanzen sofort aus dem Bestand zu entfernen. (eh)