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Pelargonien als Fernsehstars

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Über 200 Sorten umfasst die Pelargonien-Sammlung von Andreas von der Beeck – darunter alte Sorten, Duftpelargonien und Wildarten. In der WDR-Sendung „Hier und heute“ zeigt der Journalist, passionierte Fotograf und Mitbegründer der DGG-Fachgruppe Pelargonien einen Ausschnitt seiner Sammlung und gibt Tipps für die richtige Pflege.

Das A und O: der richtige Standort für Pelargonien

Die vor über 300 Jahren nach Europa eingeführte Pelargonie stammt als Wildpflanze ursprünglich aus Südafrika bevorzugt daher einen sonnigen, trockenen Standort. Im Halbschatten bilden sie weniger Blüten aus. Ein leichter Regenschutz auf dem Balkon bewahrt die Blüte vor Fäulnis, da gerade gefüllt blühende Pelargonien sonst leicht Botrytis (Grauschimmel) bekommen.

Die einfach blühenden Pelargonien sind oft selbstreinigend und kommen mit einer schlechten Witterung besser zurecht. Obwohl robust, sollten faule Blätter und Blüten dennoch wöchentlich entfernt werden. Gerade bei gefüllt blühenden Sorten ist die Nachblüte besser, wenn man sie regelmäßig putzt.

Staunässe vertragen die beliebten Beet- und Balkonpflanzen nicht, können dafür aber gut auch mal einen Tag trocken stehen.

Gestalten mit Duft, Farbe und Form

In Säulenform gezogen, als Hanging Basket und als Star in der Schale: Pelargonien sind nicht nur im Gartenbeet oder Balkonkasten einfach bezaubernd! Sie lassen sich in Farbkombinationen gestalten und miteinander mischen, wenn man die Wuchsformen beachtet.

Die Sorten der hängenden Pelargonien sind für Ampel oder als abfließende Form im Balkonkasten ideal. Dagegen sind Sorten der Pelargonium x hortum eher als stehende Geranien im Kasten oder Beet geeignet. Besonders interessant ist die Kombination mit Blattschmuckpelargonien, die eine faszinierende Zeichnung und Farbgebung besitzen. Diese Pelargonien sind besonders in England populär.

Gaumenfreude: Duftpelargonien als Gewürz

Gerade für den Naschgarten sind Kombinationen von Duftpelargonien und Kräutern ein Genuss. Sie lassen sich zur Würze von Speisen nutzen, denn in den Blättern befinden sich ätherische Öle, die sich in den Geschmacksrichtungen Pfefferminze, Cola, Waldmeister, Zitrone, Muskat, Pfirsich oder Eukalyptus beschreiben lassen. Sie sind fruchtig und besonders aromatisch. Am intensivsten ist die Würzkraft junger Blätter. Vorsicht: Weniger ist oft mehr!

Was Haymarket-Redakteur Andreas von der Beeck im WDR noch über Pelargonien und seine beeindruckende Sammlung verraten hat, können Sie im „Hier und heute“-Beitrag sehen, der in der WDR-Mediathek ein Jahr lang abrufbar ist.