Grüne Branche

Pennisetum: Neuheiten beim Lampenputzer- oder Federborstengras

Ziergräser gehören nicht nur in (fast) jeden Garten, sondern sie spielen ebenso eine wichtige Rolle im aktuellen Schnittblumensortiment. Sie sind damit zugleich ein bedeutender Bestandteil moderner bunter Blumensträuße. Pennisetum – die Lampenputzer- oder Federborstengräser – zählt generell zu den marktwichtigsten Ziergräsern.

Die Gattungsbezeichnung Pennisetum setzt sich aus zwei lateinischen Wörtern zusammen: penna = Feder, seta = Borste. Foto: Menton

Eine der Neuheiten, worauf der Kaiserstühler Staudenhof Menton hingewiesen hat, kam als Pennisetum messiacum ‘Red Buttons’ ins Angebot. „Die vielen kleinen Lampenputzer-Blütenähren scheinen luftig über dem Laub zu schweben” – so heißt es in der Firmenmitteilung.

Während die meisten Pennisetum-Sorten ab August, manche auch erst ab September blühen, beginnt die Blütezeit von Pennisetum messiacum ‘Red Buttons’ bereits im Juli. Pflanzen dieser Sorte bauen rundlich auf. Die Horste werden etwa 40 Zentimeter hoch, während die Blüten eine Länge von etwa 90 Zentimetern erreichen.

Die südbadische Winzergemeinde Eichstetten im Breisgau, der Firmenstandort vom Kaiserstühler Staudenhof Menton, liegt in einer der klimatisch begünstigten Regionen und damit wärmsten Gegenden Deutschlands. Dort am Fuß des Kaiserstuhls überwintern Pennisetum-Sorten ohne Weiteres im Freiland. In Gegenden, wo ein raueres Klima herrscht, sollte den im Garten ausgepflanzten Lampenputzergräsern ein Winterschutz gegeben werden.

Die Ziergräser-Palette im Kaiserstühler Staudenhof umfasst über 30 Gattungen mit rund 150 Sorten. Bei Pennisetum sind es mehr als zehn Sorten, wobei Pennisetum alopecuroides mit sieben Sorten – darunter ‘Herbstzauber’, ‘Little Bunny’, ‘Moudry’ – besonders stark vertreten ist.

Pennisetum ist im Kreis der Gräser eine Gattung mit etwa 80 Arten, manche Quellen sprechen von 120 Arten. Sie sind meist in tropischen Regionen beheimatet. Nicht alle Arten und Sorten gelten als frosthart unter mitteleuropäischen Klimabedingungen. Den Schmuckwert machen die ab Spätsommer erscheinenden Blütenstände aus.

In der Floristik werden diese Wedel außer in Blumensträußen auch gerne in Trockengestecken verarbeitet.

Die Gattungsbezeichnung Pennisetum setzt sich aus zwei lateinischen Wörtern zusammen: penna = Feder, seta = Borste. Daher spricht man von Federborstengras. (mt/eh)