Grüne Branche

Pfälzer Gemüsebautag 2012 : Staatsministerin Höfken zieht Bilanz

Der Gemüsebau habe in der rheinland-pfälzischen Agrarwirtschaft eine große Bedeutung, stellte die für Umwelt, Ernährung und Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz zuständige Staatsministerin Ulrike Höfken beim Pfälzer Gemüsebautag 2012 heraus.

Ministerin Ulrike Höfken blieb mehrere Vorträge lang beim Gemüsebautag. Foto: Edwin Hanselmann

Die Politikerin von Bündnis 90/Die Grünen sieht es als positiv, dass sich die Gemüseanbaufläche in diesem Bundesland im Laufe der letzten zwei Jahrzehnten mehr als verdoppelte. Die etwa 500 Betriebe mit rund 19.000 Hektar Anbaufläche erreichen einen Produktionswert von über 300 Millionen Euro.

Zu den Gründen für den Aufschwung des Pfälzer Gemüsebaus zählt Höfken die Beregnung sowie die leistungsfähigen Vermarktungseinrichtungen. Erfreulicherweise würden in der Pfalz der konventionelle und der ökologische Anbau bei gemeinsam interessierenden Themen zusammenarbeiten.

Das Land wolle den Gemüsebau weiter unterstützen, stehe aber „unter gewaltigen Sparzwängen“. Die in der Verfassung verankerte Verschuldungsbremse zwinge, bis zum Jahr 2025 immerhin 1,9 Milliarden Euro einzusparen. Dieser Vorgabe könne sich auch die Agrarverwaltung nicht entziehen. Höfken: „Wir müssen künftig stärker differenzieren, welche Aufgaben sehr wichtig und welche weniger wichtig sind!“ Hierbei stelle sich auch die Frage nach Gebühren.

Mit Blick auf die Attacken des Landesrechnungshofes verteidigte die Staatsministerin den Grundsatz der Einheit von Schule, Versuchswesen und Beratung: „Daran lassen wir nicht rütteln!“ Unbedingt müsse auch eine unabhängige Pflanzenschutzberatung aufrecht erhalten werden. (eh)