Grüne Branche

Pflanzenschutz: Sinnvolle Ansätze für Reduktionsprogramm suchen

Eigentlich hält sich die Diskussion um chemische Pflanzenschutzmittel seit 30 Jahren und eigentlich ist in Deutschland schon alles geregelt. So stimmte Ministerialdirektor Prof. Dr. Herrmann Schlagheck vom Bundesministerium für Verbraucherschutz der skeptischen Haltung der Gärtner zum Pflanzenschutz-Reduktionsprogramm während der Präsidiumssitzung des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) in Berlin zu. Trotzdem gebe es weiterhin die Forderung, über den reduzierten Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln nachzudenken, und das Bundesministerium für Verbraucherschutz müsse dem nachkommen. Erstes Problem sei es, zu einer verlässlichen Datengrundlage zu kommen, dazu diene „Neptun“. „Neptun“ steht für: Netzwerk zur Ermittlung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes in unterschiedlichen landwirtschaftlich relevanten Naturräumen Deutschlands. Das Netzwerk habe zunächst mit den wichtigen Ackerbaukulturen begonnen, um dort die Datengrundlage zu verbessern. „Neptun“ stehe erst am Anfang, insbesondere, wenn es um gartenbauliche Kulturen gehe. Nachdem der Obstbau eine Vorreiterrolle übernommen hat, folge jetzt der Gemüsebau nach. Erste Überlegungen sind auch gemeinsam mit dem Zierpflanzenbau angestellt.