Pflanztöpfe: Fokus auf Eco-Design und Kreislaufwirtschaft

Veröffentlichungsdatum: , Daniela Sickinger / TASPO Online

Durch die Nutzung von PCR, zum Beispiel in Pflanztöpfen, könne das Material im Schnitt 2,7 Mal genutzt werden. Foto: Pöppelmann TEKU

Pöppelmann TEKU richtet bei der Produktentwicklung nach eigener Aussage den Fokus auf Eco-Design und echte Kreislaufwirtschaft. Auf der IPM Summer Edition (Halle 8, Stand 8B09) will Unternehmen unter anderem zeigen, wie der im Ursprung aus fossilen Rohstoffen hergestellte Kunststoff effektiver genutzt werden kann.

Drei Kategorien der Kreislauf- und Recyclingfähigkeit

Sein Sortiment aus Pflanztöpfen und Zubehör hat der Kunststoffspezialist aus dem niedersächsischen Lohne nach eigenen Angaben in drei Kategorien der Kreislauf- und Recyclingfähigkeit eingeteilt:

► Produkte in der Reihe „Recyclable“ eignen sich Pöppelmann TEKU zufolge zu 100 Prozent für das Recycling und damit die Wiederverwertung und könnten damit einen Anfangspunkt für den Materialkreislauf setzen. Hergestellt werden sie aus einem Materialmix bestehend aus Post-Consumer-Rezyklat (PCR), das nicht zwangsläufig aus haushaltsnahen Wertstoffsammlungen stammt, Post-Industrial-Rezyklat (PIR) sowie Neuware.

► Pflanztöpfe in der Reihe „PCR Recyclable“ sind laut Pöppelmann TEKU zu 100 Prozent recyclingfähig, zur Herstellung wird PCR-Kunststoff verwendet, dessen Material den Angaben zufolge aus Abfällen stammt, die im europäischen Ausland und zum Teil auch in Deutschland entsorgt wurden. Allerdings werde dieser Recycling-Kunststoff nicht zwingend aus haushaltsnahen Abfällen hergestellt, sondern auch aus anderen geeigneten entsorgten Produkten wie beispielsweise entsorgten Gartenmöbeln. „PCR Recyclable“-Produkte sind in den Farben „Recycling naturgrau“ und „Recycling grau“ erhältlich, erklärt der Anbieter von Kunststoffartikeln für den Erwerbsgartenbau.

► Die höchste Stufe stellt laut Pöppelmann TEKU die kreislaufschließende Sparte „Circular360“ dar. Für die im Rahmen der Unternehmensinitiative Pöppelmann blue entwickelten Töpfe habe der Kunststoffspezialist den Materialkreislauf bereits komplett geschlossen. Die Circular360-Pflanztöpfe werden den Angaben zufolge unter Hinzufügung von Farbe und Additiven aus 100 Prozent Post-Consumer-Rezyklaten (PCR) aus dem Gelben Sack, der Gelben Tonne oder anderen haushaltsnahen Wertstoffsammlungen hergestellt. Nach Gebrauch seien sie zu 100 Prozent wieder recyclingfähig, was durch das RAL-Gütezeichen sowie die Zertifizierung durch das Institut cyclos-HTP bestätigt werde. Dazu würden die kreislaufschließenden Töpfe das Umweltzeichen Blauer Engel tragen und seien seit einiger Zeit sogar in vielen Trendfarben verfügbar.

Darüber hinaus gebe es noch die Kategorie „Black“, zu der den Angaben zufolge Produkte aus dem Pöppelmann TEKU Sortiment zählen, die aus PIR-Material und/oder Neuware gefertigt werden. Töpfe dieser Kategorie seien nicht recyclingfähig.

Studie bestätigt Ressourcen- und Klimaschutz durch echte Kreislaufwirtschaft

Nur durch die Nutzung von PCR, zum Beispiel in Pflanztöpfen, könne das Material im Schnitt 2,7 Mal genutzt werden, betont Pöppelmann TEKU. Werde als Rezyklat ausschließlich Post-Industrial-Rezyklat (PIR) – sprich recycelte Produktionsabfälle wie Angüsse und Material von Produkten, die noch nicht im Einsatz waren – verwendet, könne das Material hingegen nur einmal genutzt werden. Wie das Unternehmen betont, wurden der Ressourcen- und Klimaschutz durch echte Kreislaufwirtschaft im Rahmen einer Studie mit dem Fraunhofer Institut bestätigt.

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