Grüne Branche

Pflegen nicht nur im Zweiertakt

Zweitaktmotoren haben im Bau- und Pflegebereich Tradition - und das nicht ohne Grund. Relativ kleine Motoren entwickeln bei diesem Prinzip ein vergleichweise hohes Drehmoment, die Technik ist robust und zuverlässig. Und auch an Steilhängen geht dem Zweitakter das Öl nicht aus - ein wesentlicher Vorteil gegenüber dem getrennt geschmierten Viertaktmotor. Doch kein Vorteil ohne Nachteil: Der Schadstoffausstoß von Zweitaktern lag bislang deutlich höher als bei Viertaktmotoren, da der Zweitakter sein Öl verbrennt und weil es zu so genannten Spülverlusten kommt - beim Gaswechsel teilweise also Frischgas mit Abgas vermischt wird und so Teile des Frischgases unverbrannt in den Auspuff gelangen können.

Ein Problem, dem sich in den vergangenen Jahren die schwäbischen Tüftler des Unternehmens AS-Motor mit Erfolg angenommen haben: Im Frühjahr 2008 kamen nun die neuen Rasenmäher des Unternehmens in den Handel. Die sind mit einem Zweitaktmotor ausgerüstet, der genauso schadstoffarm ist wie moderne Viertaktmotoren und bei dem auch die Verbrauchswerte deutlich gesenkt werden konnten. Erreichen ließ sich dies vor allem durch eine optimierte Verbrennung in Kombination mit einem nachgeschalteten Katalysator - insgesamt ließ sich so eine Reduzierung des Ausstoßes schädlicher Abgase um 90 Prozent erreichen, informiert das Unternehmen.

Was für die Umwelt gut ist, zahlt sich über die Zeit auch für den Anwender aus: Denn der Verbrauch des neuen Zwei-Takters sei gegenüber dem Vorgänger deutlich gesunken, der vergleichsweise höhere Anschaffungspreis könne sich je nach Betriebsdauer schon während einer Saison amortisieren. Mehr zum neuen AS in der TASPO 40/08.