Grüne Branche

Phytophthora ramorum: Für Norwegen gelten Importbeschränkungen

Der Quarantäneschaderreger Phytophthora ramorum, der im Baumschulbereich Rhododendron (außer Rh. simsii), Pieris oder Viburnum und einige weitere Gehölze befallen kann, ließ sich bei der jährlich durchgeführten amtlichen Erhebung im vergangenen Jahr auch verstärkt in Deutschland nachweisen. Grund war der recht feuchte und für den Erreger günstige Witterungsverlauf, erläutert Dr. Thomas Schröder vom Institut für nationale und internationale Angelegenheiten der Pflanzengesundheit des Julius-Kühn-Institutes (JKI). Im Zusammenhang mit Phytophthora ramorum gelten seit Februar 2008 Importbeschränkungen von Norwegen (siehe auch TASPO 5/08) für anfällige Pflanzen aus Deutschland (und den Niederlanden). Diese wirkten wie ein Importverbot. Denn für das von Norwegen geforderte Zertifizierungssystem für die Befallsfreiheit der Pflanzen gebe es zwar einen Entwurf, aber noch keine Einigung. Betroffen sind von den Importbeschränkungen Norwegens Kamelien, Pieris, Rhododendron (außer Rh. simsii) und Viburnum. Die EU-Entscheidung, die dem Monitoring zu Grunde liegt, steht zur Überprüfung an und wird sicher verlängert, so Schröder gegenüber der TASPO. Die Frage sei allerdings, ob sich wesentliche Inhalte ändern werden.