Pilotprojekt: Summer Garden 2020 im Dorotheen Quartier

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Der Summer Garden im Dorotheen Quartier soll für mehr Grün und mehr Aufenthaltsqualität in der Stuttgarter Innenstadt sorgen. Foto: Dorotheen Quartier

Das Stuttgarter Dorotheen Quartier (DOQU) sollte aufgewertet werden – und das in Grün. Unter dem Namen Summer Garden 2020 entstand hier ein Pilotprojekt für gartenbauliche Projekte im urbanen Raum.

Win-win-Situation für GaLaBau-Verband und Dorotheen Quartier

Die ursprüngliche Idee zum Summer Garden stammt von Quartiersmanager Kemal Düzel, der nicht zögerte, den Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg für sein Vorhaben ins Boot zu holen. „Das ist doch eine Win-win-Situation für beide Seiten – ein schönes Marketing-Instrument für unseren Verband und zugleich eine Aufwertung des Dorotheen Quartiers“, freut sich Reiner Bierig, Geschäftsführer des GaLaBau-Verbands Baden-Württemberg.

Die größte Herausforderung für den Verband bestand zunächst darin, geeignete Mitgliedsbetriebe in der Region Stuttgart zu finden, was sich angesichts von Corona und bei sehr gut gefüllten Auftragsbüchern als nicht ganz einfach erwies. Dennoch fanden vier GaLaBau-Betriebe großen Gefallen an dem Projekt, bildeten sofort ein professionelles Team und erweckten die Idee Summer Garden zum Leben. Alle vier Betriebe brachten viel Erfahrung mit Gartenschauen, Messen und temporären Veranstaltungen mit, was in Anbetracht der Kürze der Zeit und der Gegebenheiten vor Ort unerlässlich war.

Normaler Straßenzug verwandelt sich in grüne Oase

Die Planung übernahm der GaLaBau-Betrieb Kriesten aus Leonberg: Die Leitidee war ein „grünes Zimmer“, in das die Besucher über einen langen Steg gelangen – viel Grün, viel Aufenthaltsqualität und zudem Bühne für Veranstaltungen aller Art. In einem kleineren Bereich der Gesamtanlage finden zudem Aktionen des Landschaftsgärtner-Nachwuchses statt, wobei die Besucher des Dorotheen Quartiers den jungen Landschaftsgärtner-Azubis direkt über die Schulter schauen können. Das Projekt war für alle Beteiligten eine besondere Herausforderung und gleichzeitig eine Chance, auf den Berufsstand und dessen Arbeitsweise in den unterschiedlichsten Gewerken hinzuweisen. „Es ist schon eine große Aufgabe, einen ‚normalen Straßenzug‘ in der Innenstadt Stuttgarts für vier bis sechs Monate in eine grüne Oase zu verwandeln, die eine besondere Planung und ein umsichtiges Arbeiten voraussetzt“, so Reiner Bierig.

Summer Garden als Startschuss für weitere grüne Projekte?

Am Ende brachten alle beteiligten GaLaBau-Betriebe neben der Arbeitsleistung jeweils eine fünfstellige Summe in den Summer Garden ein, denn dieser erste Versuch war nicht nach normalen Maßstäben kalkulierbar. „Vielleicht ist diese Aktion der Startschuss für eine neue Reihe, die die Stuttgarter Innenstadt belebt und das Dorotheen Quartier noch grüner und liebenswerter macht“, meint Bierig. „Dann hat es sich allemal gelohnt!“

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