Grüne Branche

Pilotprojekte laufen: FloraHolland hofft auf „Erneuerung der Versteigerungsuhr“

Die Koninklijke Bloemenveiling FloraHolland vermarktet zwar noch rund drei Viertel der Schnittblumen über die Versteigerungsuhr. Allerdings geht auch bei den Schnittblumen der Verkauf via Uhr zurück. Bei Topf- und Gartenpflanzen läuft ohnehin seit längerem mehr über die Direktvermarktung als über die Versteigerungsuhr.

FloraHolland will neuen Schwung in die Versteigerung – hier am Standort Aalsmeer – bringen. Foto: FloraHolland”

Zugleich ändern sich die Versteigerungsprozesse. Bei Schnittblumen erreicht der Fernkauf („Kaufen auf Abstand“) im Jahr 2012 bereits mehr als 70 Prozent. Dies bezieht sich auf die über die Uhr vermarktete Ware. Bei manchen Schnittblumenarten – wie Chrysanthemen und Anthurien – macht der Fernkauf sogar schon über 80 Prozent aus. Bei Topfpflanzen hat „Kaufen auf Abstand” zwar erst einen Anteil von zwölf Prozent, was aber eine Zunahme um immerhin drei Prozentpunkte gegenüber dem Jahr 2011 bedeutet.

Derzeit laufen einige Pilotprojekte, von denen sich FloraHolland eine „Erneuerung der Versteigerungsuhr“ erhofft. Laut einer Pressemitteilung geht es darum, die bisher für alle Produkte weitgehend einheitlichen Verfahren abzulösen durch „spezifische Lösungen für spezifische Produktgruppen“.

Im Rahmen der Pilotprojekte erforsche man gemeinsam mit Produzenten und Händlern, in welche Richtung sich die Versteigerungsuhr entwickeln sollte. Eines der Beispiele ist der „Uhrenvorverkauf“. Hier können Produzenten bis zu ein Drittel der am darauffolgenden Tag für die Uhr vorgesehenen Blumen bereits vorab via Webshop anbieten.

Eine Änderung der Mindestpreise ist ebenso in der Diskussion wie die sogenannte „Multitransaktionsversteigerung“. Was sich hinter diesem Begriff verbirgt sowie weitere Informationen zu den aktuellen Pilotprojekten und zu vorgesehenen Änderungen bei der Qualitätspolitik bringen wir in der TASPO-Ausgabe 48.

Ins Blickfeld gerückt sind auch kommerzielle Dienstleistungen, mit denen FloraHolland den Direkthandel über sein landesweit tätiges Vermittlungsunternehmen (Connect) weiter intensivieren will. Es gehe um „maßgeschneiderte Dienste, übersichtlich und gut abzurechnen“. (eh)