Grüne Branche

Pilzproduktion: Marktpreise können Kostenanstieg nicht abfedern

Die Produktion von Speisepilzen wird immer teurer – und die aktuellen Marktpreise reichen auf lange Sicht nicht aus, um die steigenden Kosten der Pilzanbauer zu decken. Zu diesem Schluss ist der Bund Deutscher Champignon- und Kulturpilzanbauer (BDC) auf seiner turnusmäßigen Vorstandssitzung in Hannover gekommen. 

Die Kosten für die Produktion von Speisepilzen steigen. Foto: GMH

Pilzproduzenten schauen verhalten optimistisch in die Zukunft

„Vor diesem Hintergrund schauen wir mit verhaltenem Optimismus in die Zukunft“, resümierte BDC-Vorstand Michael Schattenberg. Zwar würden sich insbesondere Champignons stetig wachsender Beliebtheit erfreuen. Deren Produktion lasse sich jedoch kaum noch kostendeckend bewältigen.

So würden unter anderem der merklich gestiegene Bürokratieaufwand durch die Aufzeichnungspflichten nach dem Arbeitszeitgesetz, die durch die Düngeverordnung zu erwartenden Mehraufwendungen für den Umgang mit Champost und die EEG-Umlage die Kosten für die Erzeuger in die Höhe treiben.

Weitere Themen der BDC-Vorstandssitzung in Hannover waren die Vorbereitung für die Jahrestagung in Potsdam sowie die GEPC-Jahrestagung. Deutschland ist in diesem Jahr Gastgeber für die europäischen Pilzproduzenten, die sich im Juni in Bremen treffen werden.

Öffentlichkeitsarbeit: Schulpilzaktion wird fortgesetzt

Ebenso kam die mit dem Grünen Medienhaus (GMH) gestartete Schulpilzaktion zur Sprache, die in der Pilotphase zu Beginn des Jahres durchweg positiv verlaufen war und im Herbst verstärkt werden soll. Für mehr Präsenz in der öffentlichen Wahrnehmung sorge darüber hinaus die BDC-Dauerausstellung mit seltenen und exotischen Speisepilzen auf der Bundesgartenschau 2015 Havelregion. (ts/bdc)